13. Oktober 2008

Goodbye, Goodbye...

Nun ist wohl auch mein letzter Abend in den USA am vorbeiziehen...
Ich sitze auf einer Couch in Santa Cruz, bei lieben Freunden zu Hause. Hier ist es noch Spätsommerlich warm und man kann an den Strand, was wir heute auch getan haben, zum Sonnenuntergang...
Vor zwei Tagen lagen wir noch fröstelnd in unserem Auto und konnten den Raureif an der Fensterscheibe beobachten... Aber so schnell verändert sich das Klima hier, je nachdem wohin man fährt.
Den schönen Süden Oregons und die netten Menschen dort haben wir bereits hinter uns gelassen und nun ist diese Zeit auch nur noch eine schöne Erinnerung und das dazugehörige Gefühl...
In 36 Stunden wieder in Deutschland zu sein, fühlt sich gerade seltsam an, doch wenn alles klappt wird es wohl so sein...
Es ist erstaunlich, wie viel hier auf dieser Reise passiert ist und manche Dinge werden wir wohl erst in ein paar Monaten wirklich begreifen können...
Jedenfalls kommt unsere Rückreise irgendwie zu früh, Monate zu früh, Wochen zu früh, andererseits jedoch keinen Moment zu spät, zu früh für den Geldbeutel (wann man das mal sagen kann... dafür muss man wohl zu dieser Zeit die richtigen Menschen in USA kennen), zu früh für unsere Meditations-Retreat-Pläne in Guatemala und die Reiselust. Genau richtig aber wohl für das Gefühl, den Winter und all die schönen Spielzeuge, die zu Hause auf einen warten und für das unstillbare Verlangen nach deutschem Brot und einem günstigen Essen wie dem Döner, wobei ich hier nun auch meine leckeren Nischen gefunden habe...
Vielleicht finde ich ja noch die Muße, etwas mehr zu schreiben, wenn ich zu Hause bin.
Bis gleich also wieder, allerseits!
Andreas

17. September 2008

Mendocino...

Hallo liebes Blog,
nun ist schon wieder soo viel Zeit vergangen, ohne dass ich mich gemeldet habe...
Mittlerweile sind wir schon wieder im Mendocino County, Nordkalifornien, nach einer kleinen Rundfahrt durch San Francisco und die riesige Bay Area, von wo wir auch in einigen Wochen wieder zurückfliegen wollen.
Im Moment hocke ich im Regen, bei knappen 15°C... 50km weiter östlich ist es dann bei trockenen 40°C schon fast nicht mehr auszuhalten, zum Glück gibt's klare Flüsse zum reinspringen.
Das Wochenende haben wir auf dem Earthdance verbracht, ein schönes Festival für die Umweltbewussten, Hippies und Spirituellen... Vielleicht auch noch für ein paar Technofreaks und Kiffer, aber doch an sich eine sehr schöne Atmosphäre.
Von Kalifornien
Hier haben wir nocheinmal (fast) alle Freunde der letzten 9 Monate getroffen, echt toll, nochmal alle wiederzusehen.
Hier sind alle auf der Suche nach Saisonarbeit auf den umliegenden Farmen in der Region.
Wir sind nun auch wieder auf dem Weg zu unserem Freund Ray nach Oregon um die letzte Zeit dort zu genießen.
Bald kommen bestimmt wieder Fotos online!

6. September 2008

Santa Cruz

Nun, zwei wochen in Williams, OR gingen dann wohl doch schneller als gedacht zu Ende und da wir ein bisschen Gartenarbeit leisten konnten ging es dann auch mit frisch repariertem Auto und etwas aufgestockter Reisekasse wieder Richtung Kalifornien...
Nach einer Nacht in Arcata haben wir uns auf den langen, aber entspannten - mit neuer Gangschaltnung und Getriebe - Weg nach Santa Cruz, etwa 90 Minuten südlich von San Francisco gemacht. Dabei konnten wir schon einen ersten nächtlichen Blick auf die Stadt werfen, die doch wesentlich grüßer war als wir uns vorgestellt hatten, doch Nachts ist der Verkehr wenigstens nicht so schlimm...
Nun bleiben wir ein Weilchen hier, bis uns der Earthdance ruft...

25. August 2008

Arcata, Mount Shasta und nun wieder Oregon...

Hallo liebes Blog,
habe lange nichts mehr von mir hören lassen, so muss das wohl doch mal wieder sein, heute...
Also, nach der Ankunft in Arcata bei unseren lieben Freunden sind wir eine Woche später aufgebrochen um dem Küstennebel zu entgehen - und so sind wir nach Mt. Shasta gefahren, der mysteriöse Berg in dem die Nachfahren alter Zivilisationen ihr Wesen treiben sollen - und da Vollmond war, haben wir uns Zeremonien und Feuer versprochen...
Lagerfeuer gab's allerdings nicht, dafür fette Hitze, die, wie wir dachten von den ganzen Waldbränden um uns herum - die Hälfte der vierstündigen Fahrt sind wir über ganz schön von Waldbränden verrauchte Highways gefahren - und Indianerzeremonien, aber auch Lemuria-Zeremonien oder so ähnlich, jedenfalls haben die Menschen hier mit riesigen, wahrscheinlich unbezahlbaren kristallenen Klangschalen aquatisch-atlantische Musik erzeugt... Sehr inspirierend und kraftvoller Sound war das.
Ein paar bekannte aus Mexiko und Wyoming haben wir auch getroffen und so blieben wir noch ein paar Tage länger in der Nähe der Panther Meadows, einem heiligen Ort, besser gesagt einer hochalpinen Wiese inmitten von Shasta-Tannen, die mit neongelbem Moos behangen waren.
Einladungen zu verschiedensten Plätzen und Kommunen wurden hier an uns verteilt und nochmal die Aufforderung, mit zum Burning-Man Festival zu fahren, was wir uns aber aus verschiedenen Gründen nicht erlauben wollen, obwohl es wohl doch echt DAS Festival sein muss, irgendwie.
Dafür haben wir aber nochmal unseren Freund aus Südoregon angerufen, den wir eigentlich schon auf der Hinfahrt nach Kalifornien besuchen wollten, zu der Zeit aber nicht da war. Nun aber ist er da und hat uns eingeladen, bei ihm ein Weilchen zu wohnen, das Auto ist nun auch endlich in der Reparatur und ich habe Geburtstag.
Es gibt ein bisschen Arbeit im Garten, der riesige leckere Tomaten, Salat, Bohnen und Kräuter und Kürbisse gedeihen lässt, abgesehen von den Brombeeren, die überall wachsen. Dazu einen Pool und schöne Musik, mal schaun wann wir da wieder abhauen werden...

Achja und Fotos sind auch wieder Online!
Kalifornien

11. August 2008

Route 101 South, Welcome to California!

Nach 5 Tagen entlang der wunderschönen Atlantikküste sind wir nun endlich im gelobten Land der Hippies :-)
Dort, wo ab 2009 Plastiktüten und Papiertüten verboten sind und man stattdessen selber solche Dinger mitbringen muss... Dort, wo es noch Hippiestrände gibt, hundert Meter hohe Sequoia Redwood Bäume, Meer, klare Flüsse und natürlich dicke Waldbrand-Rauchfahnen.
Zuvor - wir freuten uns schon auf die Fahrt weg von der Olympic Peninsula, mit dem ganzen Regen, der das Wetter so kalt macht, aber auch der Insel ihre ganze Schönheit verleiht - ging's aber nach Oregon, dem Land, wo es keine Mehrwertsteuer gibt, aber dafür ein Gesetz, was es verbietet, sich selber Benzin zu Zapfen...
Von Oregon

Surfstrände, vulkanische Klippen, Tidepools und Meeresgeysiere, atemberaubende Küste... Aber voller Nebel (schön, aber manchmal so dicht, dass man das Meer nicht mehr sehen kann), Nieselregen und auch nicht wirklich warm, trotzdem echt richtig schön, und fährt man in die Berge, so 20km weg von der Küste, kann man auch schon den Wolken ade sagen!
Nun, jetzt ist Kalifornien angesagt, hier im Redwood Nationalpark ist's echt schön... Wir bestaunen die Baumstämme... Die Wipfel sind irgendwo da draußen... äh oben.
Ach ja, seit heute können wir auch wieder Essen und Schokolade offen im Auto liegen lassen, denn wir haben die dritte unserer Mäuse nach einem fast zweiwöchigen Katz-und-Maus Spiel aus dem Auto geworfen - natürlich lebend, hoffe nur, dass die keine Kinder hinterlassen haben.

2. August 2008

Olympia...

Während in China erst in einer Woche die ersten Medallien gewonnen werden haben wir jetzt schon einen Ort namens Olympic besucht.
Nachdem wir vor einer knappen Woche bei Dave aufgebrochen sind und uns Richtung Nordwesten auf die Olympische Halbinsel im Westen Washingtons begeben haben. Hier gibt es den Olympic National Forest und mittendrin und an der Küste den Olympic National Park.
Also gut, da kann man dann wohl mal wieder 5 Tage in der Natur verbringen, dachten wir uns... Zum Beispiel nen Tag am Strand, nen Tag im Wald, noch ein Tag am Strand und noch ein Tag im Gemäßigten Regenwald...
Ja, hier gibt's tatsächlich Regenwald und entgegen den durchschnittlichen vielen sonnigen Tagen im Sommer hier gabs für uns wohl eine Extraeinlage Regen, schön kalt und frostig... Aber dafür noch authentischer, wenn man Washington und die Olympic Peninsula kennen lernen will...
Schön war's trotzdem, wir haben riesige Moosbehangene Ahornbäume gesehen, klüftige Strände mit fetten Schwämmholzburgen... Die Bilder sind der Hammer und die Landschaft ist ein einziges Wunderland hier unglaublich viele Grüntöne und alles total verwunschen... Riesenklee, klarstes Wasser und blaues Gletscherwasse... Muss das alles auch noch verarbeiten, aber wer sich den Nordwesten der Staaten anschauen will, sollte das hier auf keinen Fall verpassen!
Olympic Peninsula

26. Juli 2008

Schon 'ne Woche in Tacoma

Hallo liebes Blog!
Nun, letzen Samstag sind wir wohl in Tacoma, Washington bei Dave angekommen und nun sind wir immernoch hier! Wir wurden so freundlich und offen aufgenommen hier und wollten doch eigentlich nur ein paar Tage bleiben, Seattle anschaun gehen und schnell das Auto reparieren lassen, aber die Werkstatt hatte für unser Auto nur eine Woche lang einen Parkplatz - und eine Diagnose übrig, auf die wir fast eine Woche gewartet haben...
Nun, nun sind wir immernoch da und jetzt ist Ethno-Festival hier mit netter Livemusik und so, klingt gut und am Sonntag bring ich das Auto dann zu einem Inder, der wohl mehr für unser Antikes Stück übrig hat als der renomierte Transmission Sales & Service Typ...
Soviel von uns, bald geht's wieder in die Natur!
Bis gleich! Andreas
Von Washington

18. Juli 2008

Mount Rainier, alle andr'en Berg' saan klainer...

...zumindest in Washington.
Ja, wir haben's nun geschafft nach Washington (State) zu kommen, doch bevor wir uns morgen an die Küste oder den Pudget Sound nach Tacoma machen, schreibe ich doch nochmal ein kleines Blog-Pöstchen, mitten aus dem Urwald um den Mount Rainer, dem mit 4392m über dem Meeresspiegel höchsten Berg in diesem Staat... Ein sehr eindrucksvoller gletscherüberzogener Vulkan und Nationalpark, schon ein schöner Koloss, dieser Mount, dem noch eine gewisse vulkanische Aktivität zugesagt wird...
...Aber wie kamen wir denn da hin, das sind doch fast 1000km vom letzten Blogeintrag weg?
Nun, der Waterton-Gletscher im Norden Montanas musste wohl jenseits unserer Strecke bleiben, dafür dass wir jetzt mit einem zweiten Differentialgetriebe und einer neuen Gangschaltung - die uns gehörig unseren Teppich vollgesifft hat - in unserer WC-Rumpelkammer herumreisen. Hoffentlich nur bis Montag, dann sollen die Dinger eingebaut werden - und nun genug mit unseren täglichen Quälereien.
Jedenfalls sind wir von Butte aus in die schöne Universitätsstadt von Missoula gefahren, um herauszufinden, dass unserer Trail wohl doch direkter Richtung Westen (ohne dem Umweg über den Glaciers Nationalpark, sorry Thilo und Canda, hätten Euch dort echt gern getroffen) führt und wir über den Lolo-Pass (mit Hot-Springs, wow warn die heiß) entlang des Lewis-Clark Trails Richtung Idaho fahren würden... Alles in wunderschönem Wald; von heute aus betrachtet müssen wir sagen, wir wussten ja nicht, was uns hier in Washington erwarten würde, aber dafür mussten wir auch weit fahren. Nun, der Wald und der dazugehörige Pass zwischen Missoula, Montana und Lewiston, Idaho erstreckte sich
über 280km (ohne nennenswerte Siedlung und nur entlang einiger kristallklarer Flüsse), eine wirklich bemerkenswerte Strecke, die 1804-06 zwei Entdecker (mit Begleitschaft) als erste Weiße zur St. Louis-Pazifik-St. Louis Entdeckungsreise zurückgelegt haben... Dieser Trail führte uns dann auch bis nach Washington hinein, somit sind wir deren Trail wohl knappe 500 Kilometer gefolgt... Der weitere Teil war dann verbrannter Wald, Wüste oder Agrarwüste, bis wir dann endlich wieder Wald, und damit unseren gewohnten nächtlichen Unterschlupf finden konnten.
Hier am Mount Rainier konnte ich dann endlich wieder meine nackten Füße in den Schnee stecken, wonach ich mich irgendwie seit ich das erste mal die schneebedeckten Berge im Norden Arizonas gesehen habe, wirklich!
Nun, morgen werden wir wohl in die größte Stadt (oder Ballungsgebiet) seit Monaten fahren, zu Dave, ein alter und guter Freund unserer Familie. Mal schaun, wie uns Tacoma-Seattle schmecken wird...

13. Juli 2008

Ein Tag in Butte, Montana...

...oder Bjuut, wie der Name dieses einst größten Ortes zwischen Seattle und Minneapolis ausgesprochen wird, dabei haben wir uns schon so auf den Namen gefreut, in Anlehnung an die so-called Butty Boys in Jamaika.
Aber besser so, und statt Diskriminierung á la Jamaika gab es dann wohl eher Live Roots-Reggae á la Jamaika schon am Mittag.
Aber wieso das, fragt ihr. Nun gut, fangen wir von Vorne an:
Anfangs hat es uns in Yellowstone einen Flyer für's National Folk Festival in Butte gerieselt und wir dachten uns so, da fahnma doch mal hin, liegt ja eh auf dem Weg, bestimmt ne schöne Stadt mit schön viel netter Kultur.
Gesagt, getan, so kamen wir dann doch am Freitag Abend hier an... Aber statt netter kleiner schnuckliger Stadt war's wohl eher wie, hm sagen wir mal Solingen-Zentrum oder vielleicht Bitterfeld-Wolfen auf Amerikanisch... Mal wieder eine halbverlassene Stadt (zumindest die historische Up-Town), die an die glorreichen Tage des Gold-, Silber- und Bronze-... ach nee, das wird ja gar nicht abgebaut..., also Gold-, Silber- und Kupferbergbaus erinnert. Ein Stückchen New York Flair mitten in den Wilden Westen geholt. Selbst Wim Wenders fand das wohl gut genug für seinen Film "Don't Come Knockin'", werd ihn mir wohl mal anschauen deswegen.
Was noch? Ach ja, eine Menge Durchschnittsamerikaner, der Nach-Arbeits-Generation - sowohl Rentner, als auch Arbeitslose. Dieser Eindruck wurde wohl noch etwas durch die Anti "Crystal-Meth" (einer Art superabhängig machender Arbeitslosendroge) Kampangnen an diversen Häuserwänden verstärkt; Vielleicht schreibe ich gemein über die Gastgeber meiner Reise, aber die Menschen, denen wir in den letzten 6 Wochen vorwiegend begegnet sind, hatten doch irgendwie ein anderes Antliz.

Nach dem ersten Schock am Abend aber hat man doch ein Auge für die Schönheit des einstigen Glanzes dieser Stadt bekommen und die Geschichte wird hier auch schön am Leben gehalten mit Originalfassaden und Gedenktafeln.
Die Musik war dennoch Großartig, vor Allem kam Julie mal wieder ganz auf ihre Kosten beim Reggae und sowieso die ganzen Musiker einfach Spitzenklasse...
Nun geht's weiter nach Missoula und mal schaun, vielleicht schaffen wir's ja bis ganz in den Norden zum Glacier Nat'l Park... Wenn uns bis dahin nicht die Ohren wegfliegen.

11. Juli 2008

Yellowstone

Nun, Jackson haben wir wohl verlassen und eine Menge Freunde gewonnen... Zwei Tage in einem ruhigen Haus am schönen Snake River verbracht, mit Pferden und Hunden im Garten, viel Telefoniert und uns für die Abreise zum Yellowstone Nationalpark bereit gemacht.
Knatternd hat sich das Auto in Gang gesetzt und uns sicher aber höllisch Laut - dank des angeknacksten 4.Gangs - zu unserem ersten Ziel, dem Old Faithful Geysir gebracht. Dieser alle 90 Minuten (täglich neu Vorrausgesagt) ausbrechende natürliche Wasserkochtopf, der sein Wasser über 30 Meter hoch in die Luft dampft ist wohl der bekannteste und ich glaube auch größte seiner Art... Schon beeindruckend...
Yellowstone

Tags darauf ging es zu den Mudpots - Schlammtöpfen. Das ist ja ein Spaß, hier blubbert der Matsch nur so vor sich her, dass einem ganz schwindelig wird... Siehr irgendwie nach Aliens aus... Oder halt so dicke, weiße Kartoffelsuppe, die am köcheln ist... Echt super... Ach ja, nicht zu vergessen die bakterienbunten Hotsprings und der penetrante Schwefelgeruch, wenn einen mal wieder eine Fumarole, so ein vor-sich-her-röhrendes oder zischendes Loch mit daraus austretender heißer Schwefelluft anpustet.
Bären haben wir leider nicht gesehen, aber dafür eine Menge Bisons - oder Buffalos (übrigens dasselbe, Bison ist der wissenschaftliche Ausdruck), die Straßen blockieren, kleine Murmeltiere, Rehe und Adler im Horst... Schade mit den Bären, aber seit 1970 ist es halt verboten diese zu füttern und seitdem stehen diese Gesellen halt nicht mehr am Straßenrand, um auf sich aufmerksam zu machen...
Nun, achja da war ja auch noch der Canyon vom Yellowstone-River, den wir uns angesehen haben, mit riesen Wasserfall, umrandet von gelben Felsen... Daher auch Yellowstone Nationalpark, nur so am Rande.

Am Morgen darauf hat es uns dann Richtung Nordausgang verschlagen, vorbei an den Mammoth Hot-Springs, die allerdings alles andere als Mammoth waren... Stehen wohl genauso hinterm Kleiderschrank wie deren Kollegen in Oaxaca, wo wir einst hingepilgert sind. Wenigstens haben sie uns nicht mit Bademöglichkeiten hergelockt...
Achja, eine Entschuldigung für die fehlende Aktivität dieser Quellen gab es natürlich auch: Geothermalquellen sind ständigen Änderungen unterworfen, das heißt sie entspringen mal hier und mal da...

8. Juli 2008

Back to Civilisation

Nun bin ich also wieder zurück vom Nationalen Rainbow Gathering der USA wo sich gefühlte 15.000 Menschen aufgehalten haben, nicht so, wie in Europa die Hippieelite und Teilzeithippies, sondern auch ne Menge obdachlose Nomaden auf der Suche nach Essen. Vor allem bei der Ankuft haben wir eher Menschen getroffen, die sich Rainbownamen wie "Rotten" geben, nur noch einen halben Zahn im Mund haben und denen das Wort "Dusche" eher fremd ist. Auf dem Gelände selber haben wir dann viele Punkige Fleischküchen entdeckt und eher wenig von der schönen luftigen Stimmung der Rainbowgatherings in Europa mitbekommen... Doch mit der Zeit ist dann die Mehrheit doch eher zum Zwecke der Friedensfeier am 4. Juli gekommen anstatt für "Free Food" und "alotafun" mit Drogen und so...
Ich könnte an dieser Stelle einen ganzen Artikel über das Treffen schreiben, aber irgendwie bin ich dann doch zu faul.
Wir haben jedenfalls viele neue und alte Bekannte getroffen, kaum Ausländer... Das Essen war phänomenal und die Musik ebenfalls...
Es waren so viele helfende Hände am Werk, dass man selber fast das Gefühl hatte, gar nicht helfen zu müssen.
Die Cops haben auch schön mitgemischt und vielen Rainbows den Spaß verdorben - aber nicht uns - und jemand hat ein schönes Zitat hinterlassen, denn das Rainbow ist ja ein Zusammenkommen vieler (alternativer) Tribes - "und die Cops sind auch ein Tribe, ein sehr kranker", sicherlich in der Hinsicht, dass sie das Gefühl haben, dominieren zu müssen, wo eigentlich Harmonie herrschen sollte. Das haben sie dann auch gezeigt, als sie im Kiddie-Village mit Tasern und Pfefferspray-Gummigeschossen herumgeballert haben...
Nun geht's auf nach Yellowstone und Richtung Westen...
Wir haben schon einige Ideen.

24. Juni 2008

Update aus Jackson

Hallo nocheinmal aus Jackson, Wyoming...
Nun sind wir schon bald eine Woche hier und in einer Woche fängt das Rainbow-Gathering der USA hier in der Nähe an, wo wir aber schon heute hinfahren werden, denn es sind schon zum Aufbauen so viele Leute da, wie in Europa zum Höhepunkt und Vollmond... Mal sehen wie's so wird, wir werden uns nicht zu viel versprechen, aber sicherlich wird's schön.
Zwei Tage bei Kari, die uns nett aufgenommen hat nach dem Stardance, wo wir waren.
Hier durften wir erleben, wie Stinktiere riechen... Ganz schön krass und unvergleichlich, höchstens mit angesengten Haaren oder verschmorten Kabeln...
Die ersten Rainbows haben wir hier auch getroffen, die uns dann erstmal erzählt haben wo man umsonst Essen bekommt... Irgendwie haben die Amis ganz schön Überfluss geschaffen, zur Freude derer, die nicht so viele Mittel haben, oder derer, die wissen wo man hingehen muss...
Nun, werde wohl das nächste Mal vom Rainbow berichten und dem, was so unterwegs passiert ist... Bis dahin!

20. Juni 2008

Arriving to Wyoming

Liebes Blog,
s'ist schon wieder sooo viel passiert und mehr als eine Woche vergangen seit ich mich das letzte mal gemeldet habe. Nun sind wir halt nicht mehr im Naturwunder-Schmelztiegel Moab, Utah... Naja aber irgendwie ist hier alles Naturwunder und um die Gegend von Jackson, Wyoming, genauer gesagt Bridger-Teton National Forest, wo auch das diesjährige nationale Rainbow-Gathering der Staaten stattfindet gibt's immerhin auch gleich zwei Nationalparks - Yellowstone und Grand Teton - die wir uns bald anschauen werden. Hier sind wir gerade auf einem Native American Star Dance Gathering wo wir für den Frieden beten, gleichzeitig mit ner Menge anderen Leuten und Völkern von überall auf der Welt... Klar, dass man hier auch wieder Deutsche, bzw. Österreichische Bekannte trifft...
Aber, wie sind wir hier hingekommen?
Nun, nicht ganz so einfach, nachdem uns im Norden Utahs inmitten eines unglaublich schönen Tals plötzlich das Kugellager von unserem Hinterradantrieb wegschmilzt und die Hinterräder unbewegbar zum stehen bringen... Nun gut, zum Glück sind die Leute hier echt hilfsbereit und sind alle bereit zum Anhalten und Hilfe anbieten. Ein Baustellenarbeiter versorgt uns (mangels Warndreieck) auch gleich noch mit Baustellenwarnhütchen und der Officer von der Highwaypatrol ist auch zum Plausch bereit und bestellt uns gleich noch einen Abschleppwagen.
Als der dann ankommt kommt gleich von der anderen Richtung auch noch so einer an, da hatten wir nach 2 Stunden warten gleich mal die Wahl zwischen zwei Wagen... Also das Auto auf den Abschleppwagen geschleift (die Hinterräder waren ja blockiert) und ab zur Werkstatt, wo wir dann auch Übernachten mussten. Die Werkstatt war dann auch im letzten Kaff aber an einem schönen schönen See, umrundet von schneebedeckten Bergen.
Hier konnten wir am Nächsten Tag dann am Strand chillen und uns mit vielen netten Menschen anfreunden.
Am Abend ging's dann noch weiter durch einen kleinen Fetzen Idaho rein nach Wyoming... Das Auto ist nun wieder halbwegs fit, aber die Gangschaltung hat auch nen dicken Schlag abbekommen bei unserer Panne... Hoffentlich gibt's irgendwo Ersatzteile, Wyoming ist halt auch so groß wie die BRD vor der Wende mit einer Bevölkerung so zahlreich wie der Bundesstaat von Bremen (oder kleiner)...
Ach ja, Jackson ist übrigens ganz schön Touristisch und voller Japaner, aber richtig gemütlich inmitten von den beschneiten Bergen... Hier ist der Frühling erst vor knappen 3 Wochen eingekehrt und dementsprechend haben wir hier eine Menge schöne Blumen und viel viel Wasser (aber Ar...kalt).
Elche (die größten der Welt), Antilopen und kleine Säugetiere und Bären (die uns noch nicht über den Weg gelaufen sind) gibt es hier zu sehen... Ach ja und die ersten Büffel haben wir auch gesichtet...
Hier hält's sich aus und so bleiben wir wohl bestimmt noch die nächsten zwei Wochen in diesen Gefilden... Schreiben aber bestimmt zwischendurch nochmal...

14. Juni 2008

Update aus dem Mormonenland...

Hallo Welt!
Nun sind wir auch Mormonen! Naja zumindest könnte man das meinen wenn man auf unser Nummernschild schaut, das hat nämlich nun ein schickes UTAH-Kennzeichen mit dem unglaublich schönen Delicate-Arch drauf...

Hä, Delicate Arch?? Ja das ist ein Sandsteinbogen, der mitten auf einem Berg draufsteht, der in
der Nähe von Moab im Arches National Park beheimatet ist, mit rund 2000 anderen Bögen von Größen zwischen 1m und 100m in der Spannweite.
Echt gigantisch teilweise, und irgendwie waren wir am Anfang doch nicht so geschockt, weil wir ja so viele Naturwunder in den letzten sieben Tagen erlebt haben... Nun wie auch immer, als wir dann zum Sonnenuntergang die empfohlene Route zum sogenannten Delicate Arch hochgewandert sind, einen steilen Felsweg entlang bis zur Ecke, die uns den ersten Blick auf dieses großartige Naturwunder gewährte, mussten wir dann doch erstmal vor Ehrfurcht einhalten...

Dieser Bogen hat es tatsächlich fertiggebracht sich an die schönstmögliche Stelle der Welt zu platzieren. Er wird von der Sonne wohl morgens und abends durchschienen und auch vom Mond. Alles drumherum ist Sandstein und so angelegt (von der Natur), dass auf der Westseite (perfekt zum Sonnenuntergang am Bogen beobachten) eine Art Amphitheater ist und die Ostseite den Schneebedeckten Lasal-Mountains die Aussicht gewährt. Steht man unter dem Bogen, sieht es für die Zuschauer aus, als würde man direkt am Abgrund stehen... Alles einfach nur gigantisch, und unbeschreiblich, weder in Worten noch in Bildern... Hier sind aber trotzdem welche :-)
Achja, Moab ist unbedingt als Ort, an dem man es aushalten kann zu empfehlen und während die ganze Welt hungert, gibt es hier die Pizza, die in den Restaurants nicht verkauft wurde für umsonst abends um sechs am Touristenzentrum für umsonst.
Es gibt einen coolen Rotary-Park mit gigantischen Schlaginstrumenten (Xylophon, Glockenspiel und Trommeln) und wir wurden einfach super hier aufgenommen in der 5.000 Seelen-Stadt, die die Größte im Südwesten Utahs ist.

11. Juni 2008

Schluchtenländer...

Gestern waren wir im Canyonlands National Park, im südwestlichen Utah. Dieser Park war eigentlich gar nicht in unseren ausgeklügelten Plan einbezogen, doch nachdem die Tankanzeige in den dramatischen Bereich gekommen war und wir beim Natural Bridges National Monument (ach ja, da waren wir ja auch noch!) - die zweitgrößten natürlichen Sandsteinbrücken der Welt (die Größte ist auch nur 50 Meilen Luftlinie entfernt), siehe Fotos - also jedenfalls sind wir weit entfernt von jeder Tankstelle gewesen sind und mussten deswegen erstmal 80 Kilometer in die komplett entgegengesetzte Richtung fahren. Da haben wir uns doch entschlossen gleich weiter in dieser Richtung zu bleiben und vorerst den Lake Powell gegen Moab einzutauschen, auch wenn das Wort mit W am Anfang auf "ÜSTE" und nicht auf "ASSER" endet. Aber vorher haben wir dann doch noch das Schild "Canyonlands National Park" gelesen und da dachten wir uns: Fah'ma doch ma' hin!
Gesagt, getan, an der Kreuzung noch den Uwe eingesackt, der ist trampenderweise hier unterwegs und mit dem konnten wir uns dann gleich den Zeltplatz teilen, was dann die Übernachtung doch wieder etwas billiger macht, denn umsonst Campen ist in Nationalparks nicht erlaubt.
Hier gab es dann ein Cowboylager zu sehen, unter einem riesigen Stein mit eigener Quelle und einen schönen Sonnenuntergang.
Canyonlands' Rangers stehen total auf Bodenforschung und deswegen soll man hier auch nicht vom Weg abkommen, weil hier der Wüstensand von einer "Kryptobiotischen Kruste", einer lebendigen Mischung aus Bakterien, Algen, Mikropilzen und anderen Mikrosonstwie zusammengehalten wird. Diese Kruste ist hochempfindlich und verträgt keine Wanderer.
Solche sind wir allerdings dann gewesen, als wir uns auf einen 18km langen Trip durch die echt abgefahrene Landschaft voller lustiger Steine, lustiger Lizards und niedlicher Kaninchen gemacht haben, vorbei an Pinguinsteinen, Balancierenden Steinen, schulterbreiten Schluchten, Bäumen und so weiter... Irgendwie kam uns das vor wie als hätten wir sonstwas für Drogen genommen, aber wir waren clean (wie immer) und hatten Unmengen an Wasser dabei und Beweisfotos haben wir auch gemacht; es war ja auch unglaublich schön hier...