6. Mai 2008

Adios, Guate!

Nun, die Zeit in Guatemala ist wohl vorrüber, fürs erste und wir brechen auf Richtung Mexico, Pazifikküste - Chiapas und Oaxaca.
Nach sooo vielen Chickenbusfahrten ist es doch schön, dass wir nun ein kleinen Wohnmobilchen unser eigen nennen können... 8-)

Aber zurück zum Resümee: Guatemala ist echt arm an materiellen Gütern, aber die Menschen, vor Allem im Hochland die Maya haben eine echt aktive Kultur erhalten zwischen strengem Katholizismus, wunderschönen Trachten und einem echt langsamen Leben.
Von den zwei Monaten Guatemala waren wir 5 Wochen am Lago de Atitlan, dem wunderschönen See inmitten eines Vulkankraters - soo viele Menschen wiedergetroffen und kennen gelernt, eine Menge Geld für kunstvolle Stoffe und Gimmick ausgegeben, Mangos, Bananen, Pizza, hier gemachte Schokolade,Avocados, Granola und Ananas waren unsere Hauptnahrungsquelle... Achja, irgendjemand ist hier auf die Idee gekommen wahnsinnig leckere Brownies zu backen...
Massagen, Meditation und Yoga gab's zu lernen, nebenbei die alltägliche Lethargie der Guatemalteken und die andererseits soo beschäftigten und verrückten Chauffeure unserer Chickenbusse und Motorboote, die einen meistens abziehen wollen aufgesaugt.
Was bleibt da noch zu sagen?
Naja, kommste heut nicht, kommste morgen... So wie's in Guatemala aussieht. Nach meiner letzten fahrt von Antigua nach San Marcos dachte ich dann auch an eine baldige Abreise und weitere Abenteuer in Ländern, wo die Verhältnisse etwas geordneter sind, der Strassenrand nicht voller Müll und die Busfahrer nicht die Ampeln und obligatorischen Stopps (wegen Bauarbeiten) zum überholen nutzen müssen um sich zu beweisen, dass sie die wahren Michael Schumachers sind und der grösste Geldschein darüberhinaus weniger als 10€ wert ist und das Bezahlen damit schon manchmal Wechselgeldprobleme mit sich bringt...
Nun, San Marcos war wohl doch mein zu Hause für ein Weilchen und doch auch ein bisschen Wehmütig ging es dann am Dienstagabend ab zu den heissen Quellen, um die erste Nacht im Wohnwagen unter sternklarem Himmel im Dschungel zu verbringen...

3. Mai 2008

Pacaya, vamos a la playa...

Hallo Blog,
nun, dass Antigua schön ist hab ich ja schon geschrieben glaub ich... Aber es ist auch teuer, zumindest in den entsprechenden Ecken. Heute waren wir auf dem recht gross ausgefellenen Markt, haben Kerzen, Erdbeeren und andere Leckereien, zum Beispiel Hibiskusblüten gekauft. War schön...
Noch Eindrucksvoller war allerdings der Vulkan "Pacaya", der 1 1/2 Stunden von hier entfernt ist.

Erstmal 3km Aufstieg, dann steht man auf einer grasigen Plattform mit einer enormen Aussicht auf ein riesiges Feld voller schwarzer, krustiger Erde - erstarrte Lava, als ob das das Ende sei... Mondlandschaft... Irgendwo in der Mitte sieht man's glühen auf einem kleinen Hügel, also nix wie weiter, abstieg ins Lavafeld. Der Boden ist warm und rauh und wenn man pech hat bricht man ein. Aber Julie und ich haben ja zum Glück Stöcke von den einheimischen Kindern gekauft, die uns als letzte Rettung dienen, falls wir doch mal fallen sollten. Der Boden ist warm, manchmal heiss.
Näher und näher kommen wir dem Lavafeld, hier aus drei bis vier Strömen besteht, 50cm bis 2 Meter breit. Heisser Wind peitscht uns entgegen, als ständen wir nur 1 Meter von einem dicken Osterfeuer entfernt.
Kinder und manch ein/e Erwachsene/r kriegt Panik ob der heissen Luft, vielleicht auch, weil der Boden so brüchig ist, und sie das nette Angebot der einheimischen Kinder und deren Stöcke als unnützes und überflüssiges Geldmachen abgelehnt haben... Denkste, hier ist so ein Stock Gold wert, noch mehr, wenn man sich Marshmallows mitgebracht hat, wie einige unserer Tourkollegen, die sich prompt Lavageröstete Zucker-Milchsüssigkeiten herstellen. Schon klasse.
Ein anderer Tourführer leiht sich meinen Stock, um ihn in die Lava zu stecken; Stichflamme... Hier braucht mein Zentimeterdicker Stock keine Sekunde um in Flammen aufzugehen... Gottseidank ist noch etwas dran, und die glühende Lava klebt wie Stockbrot an meiner Gehstütze. Heiss und glühend genug, um sich eine Zigarette anzuzünden, wie der Guide dann, nachdem er die Aufmerksamkeit aller um sich provoziert hat uns dann zeigen würde.
Schon toll, was man hier so erleben kann, wenn man sowas nur vom Fernsehen her kennt.. Die Wärme und der Wind sind einem gar nicht so klar, aber es ist tatsächlich richtig heiss - Danke für die guten Schuhe, Mütter!
Doch schon wollte unser Kameltreiber, resp. Tourführer, dass wir uns wieder auf den Rückweg machten, na klar, es war ja schon fast Dunkel... Nix wie runtergerannt, zurück in den Bus und nach Hause. Bin ja auch ganz schön Müde gewesen, wahrscheinlich mehr als die Menschen, die auf Pferden hochgeritten sind, obwohl eine Wanderung wahrscheinlich echt gut für diese gewesen wäre...

1. Mai 2008

Good bye San Marcos

Hallo liebes Blog,
vorerst haben wir nun unsere Wahlheimat San Marcos La Laguna verlassen um einen 2-3 Tagestrip zu unternehmen, in das UNESCO-Weltkulturerbe Antigua Guatemala... Hier gibt's noch mehr traditionelle Sachen zu Kaufen, als am Lago Atitlan, wo es jedoch viel mehr traditionelle Menschen gibt... Die Frauen laufen hier alle plötzlich wieder in Jeans rum, anstatt in ihren schicken Trachten und irgendwie ist hier alles wieder doppelt so Stylisch wie am See... Die Leute sind schneller als wir zwei meditierenden und so... Ich zumindest bin recht geflasht von alldem und sowieso freue ich mich wieder auf den See und unsere uns bevorstehende Weiterreise; eins steht schonmal fest: Ihr braucht Euch noch nicht auf meine Rückkehr freuen :-)

21. April 2008

6 Wochen am See

Hallo Welt...
bin mal wieder am schreiben, bis gestern war Schweigen angesagt... War ja in den Pyramiden meditieren, Yoga machen und lernen... Nun ist wieder Vollmond vorbei und wir sind raus aus der Pyramidenhütte... Bleiben noch ein bis zwei Wochen hier, um unsere Weiterreise vorzubereiten (mehr wird dazu noch nicht gesagt).
Die vier Wochen hier waren sehr schoen, viele nette Menschen von überallher... Vor allem aus Canada und den Staaten...

Derweil lässt es sich hier gut leben, es sind wieder neue alte Bekannte angekommen, vom Rainbow und wir leben nun wieder im Hostal, das uns am Anfang aufgenommen hat. Ich werde mich dazu veranlassen müssen hier ein bisschen Papierkram zu machen, meinen Shiatzu-Kurs zu beenden und weiter zu singen, Gitarre zu spielen und das Leben geniessen... Hoffe doch, ich schaffe es weiterhin so früh aufzustehen und Yoga zu machen, Kolibris zu sehen, dicke, reife, saftige Mangos für umgerechnet 20ct mit lecker 90ct Ananas und frische Erdbeeren zu essen...

Achja, mein Fotoalbum vom Lago Atitlan wächst und wächst!
Checkt das aus!
Bis zum Nächsten!
Euer Andreas

2. April 2008

Wir müssen aus unsrem Haus raus!

Nun gut, morgen gehts dann wohl raus aus unserer schönen WG... Die Gitarre von Chris, mein Handtuch und Amandas Wecker sind schonmal vorgelaufen... Fragt sich bloss wohin... Hoffnung auf wiedersehen besteht wohl nicht...
Alles andere ist aber noch da, komisch, aber man weiss ja nicht was die drei Dinger so zusammen vorhaben...

Jedenfalls unser Untervermieter hat stress gemacht und sagt wir müssen in einem Tag raus sein und das ist dann doch etwas kurzfristig... Muss wohl gehen, weil morgen der Besitzer vom Haus kommt...
Egal... Julie und ich ziehen in die Pyramiden und meditieren und lernen noch etwas Metaphysik dabei, oder Yoga... Shiazu läuft auch gut, wir pieksen uns jetzt immer mit unseren Daumen unter unsere Schulterblätter und wackeln unsere Hüften gegenseitig... Währenddessen haben wir hier ne tolle Zeit mit Trommeln, Märkten und anderen lustigen Sachen... Schaut mal, was wir so alles fotografiert haben... Da kommt bestimmt noch mehr!
Ich lasse mir derweil noch etwas Schoki oder lecker Avocado-(RICHTIGE-)Tomaten-Jalapeño-Sandwiches schmecken... Nicht zu vergessen das lecker selbstgemachte Eis oder die Brownies dies hier an jeder Ecke gibt...
Auf bald, und schreibt mal wieder... Mein Postfach ist so leer :-(

28. März 2008

San Marcos update!

So... Mittlerweile sind schon bald drei Wochen am Lago de Atitlan vorüber und der Ort meiner Residenz ist San Marcos la Laguna. Hier wohnen wir zur Zeit in einer netten netten WG mit drei Australiern, einer Frau aus den Staaten und einem Kanadier... Nach 5 Tagen haben wir dann doch endlich unsere wahnsinnigen Schilfmatten bekommen und müssen jetzt erstmal nicht mehr auf ner Plastikplane und zwei Decken schlafen... Hier gibts morgens entweder Bananenbrei mit Granola (Müsli) oder Avocadobrot... Manchmal auch leckerlies wie Macatella (Macadamia-Nutella), oder super Schokolade... Hundert prozent minus ein Anteil an Erdnuss oder anderer netten Sachen...
Chris macht derweil immer schöne Kakao-Blissballs und es gab auch schon ne fetzig-chillige Fete in unserem Haus. Nun, neben auf schicken Felsen schokoladeessend sitzen kann man hier in San Marcos dann auch noch meditieren, Yoga oder Massagen nehmen und lernen...
So werden wir dann ab morgen einen 10 Tägigen Shiazu-Kurs mitmachen, und als wenn das nicht schon genug wäre habe ich mich auch noch entschlossen einen Monat lang einen Meditations, Yoga und Metaphysikkurs mitzumachen in einer Neuzeitlichen New-Age artigen Pyramidenanlage...
Echt mal ganz gut, ein bisschen meditieren üben und morgens um sieben zum Yoga...
Da fühl ich mich auch gleich nicht mehr ganz sooo sinnlos hier, wie noch vor zehn Tagen im Sauf-, Drogen-, und Party und blos-nicht-mit-locals-in-kontakt-kommen! Touristenüberlaufenen San Pedro... Auch hier am See...
Nun, wie gesagt, hier geht gerade schön die Ruhe finden, interessante Seminare, Massagen und supernette Menschen...
Achja, ein bisschen Islam-Tradition ist hier ins Christentum von San Marcos über gegangen... Wenn sich dreimal am Tag in drei verschiedenen Kirchen die Immame, oh verzeihung, die Priester oder Sängerinnen per Lautsprecher melden und "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen" ihre Botschaften verbreiten!
Aber auch nicht mehr sooo schlimm, aber immerhin Kurios und laut und irgendwie lustig.
Fotos kommen, wenn die Internetverbindung schneller ist!
Bis gleich, Andreas

20. März 2008

7 Tage am Lago de Atitlan

Nun, endlich wieder ein Eintrag, 10 Tage nach dem alten aus Quetzaltenango... Nun sind wir in San Marcos la Laguna am schönen Lago de Atitlan mitten im guatemaltekischen Hochland. Umgeben von Vulkanen erholen wir uns hier nun den 3. Tag von San Pedro La Laguna, welches uns 3 oder 4 mal so gross wie dieser Ort einige Kilometer entfernt an der gegenüberliegenden Seite des Sees anlacht. Hier in dem riesigen Esoterik-Garten mit indigenem Einfluss lässt sich der 5 Tägige stress von San Pedro gut vergessen. San Pedro, etwas dreckiger und mit nicht ganz so schönem Panorama ausgestattet wie dieser superspirituelle Eso-Europäer Aussenposten hier bietete uns dagegen jedoch Kulinarische Genüsse wie Kässpätzle, Israeli-Food bis zum Abwinken, lecker Schoko- und Bananenbrot, eine Menge verrückte Gringos und ein paar Stunden Kater sowie das Erdulden der After-Hour in unserem Hostal... Trippy's Home Hostel... Ein schöner Platz eigentlich, mit vielen Feierwütigen und diversen Händlern (Trommel- Decken- ZauberPilze... kamen frei Haus).
Aber eigentlich war's doch ganz angenehm, vor allem dann doch, als am ersten Abend gleich Felix, ein bekannter vom Rainbow, und selbsternannter "King Felix la Laguna" in unsere Arme lief und uns dann mal gleich mit dem abgefahrensten Club bekannt machte, der dann auch gleich schön Party mit lecker Ska-Musik auf Lager hatte...
Sankt Patricks Tag war dann auch noch am Montag und alle Amis liefen verrückt durch die gegend und wollten Iren sein; bei uns gab's Pasta-Party und in "Bhudda's"-Bar gabs Irische Party... Verrückt und komisch, aber aber aber ich soll nicht umsonst dorthin gegangen sein, denn so durfte ich noch eine weitere mir bekannte Reisende aus meiner Heimat begrüssen; Hier lief ich Hanna, der Schwester von Moritz in die Arme, die seit einiger Zeit auch in der Gegend ist.
Super Begegnung, nur leider bin ich am Tag darauf nach San Marcos abgefahren... Aber immerhin, hab mich doch nochmal riesig gefreut.

10. März 2008

Vom Bankendebakel zu den Schwefelquellen

Nachdem gestern Abend "the best Hardcore Band from Northern Guatemala" zu Gast bei unserem US-Amerikanischen Nachbarn war und wir demnach nicht schlafen konnten sind wir heute doch noch relativ früh aus dem Bett gekommen, eigentlich um nach Zunil zu fahren, dort wo die heissen Schwefelbäder sind (Fuentes Gregorianas)... Nun, der Trip zur Bank hatte sich am Vortag schon als leicht problematisch erwiesen, denn die Sparkassenkarten wurden nicht akzeptiert... Also heut nochmal los und super mit Kreditkarte Geld bekommen...
Denkste... 4000Quetztales waren zu viel für den Automaten und am nächsten Automaten wurde dann meine Karte geschluckt... Mist auch... Zurück zu Julie, das mit Essen kaufen wurde wohl nichts... Nochmal zum Automaten und noch ein paar Noteuros eingesteckt... Zweite Kreditkarte probiert... 3x falscher PIN gesperrt... Noch eine Stunde rumirren und rumfragen und wir wussten wo und wie man Euros tauscht... Zum Glück, der Tag war gerettet, nun konnten wir endlich in den vollvollvollvollvollgestopften Chickenbus nach Zunil, kurz zum Markt... Achja, zwischendurch wurden wir noch von vier Schülerinnen gefragt, ob sie Fotos mit sich von uns machen dürfen.... Klar, wenn Ihr auch einmal auf den Knopf bei unserer Kamera drückt...


Vorbei an wunderschön bunten und meistens nicht so dicklichen (wie in Mexico) traditionell gekleideten Frauen... Wunderschön, wunderschön...
Dann auf den Markt, Reis, Soya und Früchte kaufen und mit den Maya-Marktfrauen plaudern und Spässchen machen; Julie war denen nur 20$ wert... So gemein, aber ich wollte sie ja sowieso nicht verkaufen;
Die Menschen sind hier soo interessiert an uns und fragen superviel und super unvoreingenommen (ausser dass sie uns ständig für Amerikaner halten).
Achja, die Schwefelbäder hatten wir ganz für uns allein, was superangenehm war... Riesige Badewanne, mit nimmerkälter werdendem Wasser... Nun sitz ich hier, hab meine Karte wieder, bin Müde und muss was essen...
Schreibe bald wieder :-)

8. März 2008

Guatemala... Bienvenidos!

Sooo... Nach einer wahnsinnigen Combo von, Van (100km), Van (60km), Taxi (4km), Taxi-Dreirad (2km), Chicken-Bus (150km) und Chicken-Stadtbus (2km) sind wir vorgestern Abend in Huehuetenango, Guatemala angekommen!

Etwas dreckiger, ärmer und auf den ersten Blick chaotischer läuft es hier ab, dafür ist's billiger und aber auch gemütlicher, wenn man von der Realität des öffentlichen Verkehrs absieht. Die Busse heizen unheimlich schnell durch die Gegend und in den letzten zwei Monaten sind 12 Busfahrer ums Leben gekommen... Leider nicht durch ihre Fahrweise sondern getötet von der Mafia, wegen nicht erfolgter Schutzgeldzahlungen. Nun gut, das habe ich aus dem Lokal-Nightlife-Blättchen aus Xel-Ha a.k.a Queztaltenango, wo ich jetzt bin... Eine Stadt in der es mer Spanisch-Schulen und Trekkingagenturen als... Sagen wir mal Supermärkte gibt... Schöne Stadt, vor allem wenn man voll krass den Gringostyle lebt... Ich habe schon bald zu Viel davon, aber heut abend ist Reggaeparty und man kann lecker Essen wie Babaganuj, Indische Küche und sonstige kulinarische besonderheiten geniessen, aber auch lokalen Kaffee, frische Cashjew-Äpfel, Sternfrüchte und Sachen, von denen ich noch nicht mal den Namen kenne... Achja, und die Grün-Schwarzen tortillas sind nicht schimmelig, sondern aus schwarzem Mais ;-)

5. März 2008

Eine Woche in San Cristobal

Nun bin ich schon eine Woche hier auf 2300meter, da wo die Luft schön ist und man sich gut unterhalten kann... Ich lerne mit Juli Spanisch, höre mir alle 10 minuten einen Ohrenbetäubenden Lärm an, so wie wenn man sein Ohr direkt an eine Schulklingel halten würde; das ist der fahrende Gasflaschenhändler! Hart im Nehmen sind die Leute hier. Alle 20 Minuten dann hört man Alexandro, unseren italienischen Herbergsvater lamentieren in nicht zu leiser italienischer Manier... Ansonsten ist alles super hier, wir können selber Kochen: Kochbananen, Sandwiches, Pasta, Suppe, Guacamole oder Pfannkuchen... Schweizer, Deutsche und Italiener versuchen sich hier präsenzmässig zu überbieten, wobei Spanisch die Hauptkommunikation hier darstellt.


Es gibt lecker Schoki und Kakao hier und plötzlich trifft man mal wieder alte Bekannte irgendwo in den Strassen. Wir waren im Museum für Maya-Medizin und haben gelernt, wie man Kerzen zu Heilzwecken verwendet und dass die Kirche neben Gotteshaus auch Krankenhaus, bzw. Schamanenpraxis ist. Es ist abends erfrischend kalt und wenn die Sonne scheint ist die ganz schön heftig.
Mal schaun, morgen geht's weiter nach Guatemala...

2. März 2008

Was soll das bedeuten?

Eines Abends in einer Bar, während eines kleinen aber extrafeinen Latino-Ska-Konzerts musste ich doch mal auf die Toilette und was mir da begegnete konnte ich doch nun wirklich nicht deuten! Könnt Ihr's?

29. Februar 2008

Grüsse aus San Cristobal

Schöne Grüsse aus dem Mekka der linksalternativen Reisenden! Hier, von wo aus der Zapatistenkaffee verfrachtet wird, auf 2300 Meter Höhe in wundervoller Luft, melde ich mich wieder und naja, was zu sagen? Hier gibts tolle Märkte, tolle Klamotten, tollen Kaffe, lecker Brot und billige Hostels. Wir sind in der Casa Babylon, die von Italienern geleitet wird und eigentlich ganz nett ist! Endlich mal etwas mehr Spanisch hier und die Stadt ist auch ganz schön!
Schreibe bald mehr, über das was ich hier so treibe...

27. Februar 2008

Palenque... und viele Bekannte

Hallo Liebes Blog,

nun verlassen wir die wilden und touristischen Gefilde von Palenque, genauer gesagt Campingplatz Maya Bell, 1km entfernt von den Ruinen. Hier hielt es uns 8 Tage, die von Nichtstun, nun-doch-endlich-mal-was-machen bis hin zu einer 2 Tagestour durch den Djungel um die Ruinen, bzw. über den Ruinen geprägt waren.

Angekommen, und am nächsten Tag gleich eine dicke Handvoll Rainbowgeschwister in den umliegenden Campingplätzen gefunden. Freaks mit Katzen und einen Österreicher, der nur allzusehr an meinen lieben Bruder Mischka erinnert, jedenfalls vom Aussehen...

Französisch und Deutsch sind hier die Hauptsprachen, was Julie das Spanisch lernen erschwert... Jeden Tag Nudeln oder Pizza und morgens Müsli.

Eine Mondfinsternis zu Vollmond, die wir hier zum glücklicherweise bei wolkenlosem Himmel beobachten konnten hat uns unsere zweite Nacht versüsst, und jeden Morgen der selber Vorsatz: "Heute geht's aber zu den Ruinen" obwohl wir ja nichtmal zu der die zeit totrauchenden Community gehören, wobei dann heute, wo wir dann endlich wirklich loswollten (und es war ja nun wirklich keine Weltreise bis dahin), der Regen angefangen hat... Also nix wie weg vom Campingplatz :-)

Nun, wenigstens gabs eine kleine Tour durch den Djungel, bei der wir dann vom Regenwald überwucherte Ruinen, zwei giftige Schlangen und Maya-Wasserkanäle (unterirdisch) gesehen haben. Wir durften (bzw. mussten auch ein bisschen) dann eine Hühnersuppe essen, als wir abends beim Tourführer zu Gast waren, war recht lecker, und das einzige was es zu essen gab... Viele von den mitgekommenen haben dort dann wieder das erste Mal seit Jahren soetwas gegessen. Auf dem Rückweg haben wir dann Tarzan spielen dürfen, das war lustig und einige von uns haben es doch wirklich schon ganz schön weit hoch in die Bäume geschafft.

Geschafft waren wir dann auch bei unserer Ankunft zurück im Camp. Endlich mal draussen auf der Wiese,
bis ich in mitten der eigentlich recht mondhellen Nacht plötzlich von einer unbekannten Person gegen den Kopf getreten wurde, naja egal...
Echt nette Menschen hier getroffen und zumindest die Vibrations der Ruinen aufgenommen, die wir leider nur auf dem Rückweg unserer Tour kurz durchkreuzt haben,
achja, hier gabs die ganze Nacht durch immer wieder grausam gruselig laute Schreie von affigen Baumbewohnern... Den Brüllaffen! Leider hab ich sie nicht aufnehmen können...

Was bleibt zu sagen?
Auf dem Campingplatz haben wir nicht nur zwei Hände voll Rainbowpeople getroffen sondern noch den oder anderen Menschen, den wir schon über zwei ecken kennen gelernt haben könnten...
Schöne Zeit gehabt! Weiter geht's nach San Cristobal!

20. Februar 2008

Liebe Gruesse aus Palenque

Nach einigen Tagen in Las Choapas, zum Ankommen in der zivilisierten Welt bin ich gestern Abend in Palenque angekommen. Die Letzten Tage waren recht erholsam und wir hingen die meiste Zeit in irgendwelchen Haengematten rum, haben Tortillas, Enpañadas, Obstsalat, frischen Fruchtsaft und viele Suessigkeiten gegessen und viele viele arme kranke Rainbows gesehen und gepflegt... Japanische Lainbows... Aeh Rainbows kennen gelernt... Dann mal auf die Empfehlung einiger, nach Palenque zunaechst getrampt, aber dann wurds mir doch zu spaet und an einer Stelle wo uns weder Busse noch Autos mitnehmen wollten, haben wir dann durch die Hilfe freundlicher Polizisten eine entsprechende Bushaltestelle gefunden.
Sind nun gut im "Mayabell" gelandet, einem schicken freakigen Campingplatz fast bei den Ruinen.
Heute abend ist Vollmond und Mondfinsternis! Fuer Euch um 4:30, fuer uns ab 19:00
Habe auf dem Weg in die Stadt gerade Mare getroffen, eine Freundin, die ich das letzte Mal in Bosnien gesehen hab...
So ist das Leben!
Sonst alles gut hier, schreibt mal wieder (oder einen Kommentar) :-)

18. Februar 2008

Was die letzten Wochen so los war...

Hallo Welt!
Nun, seit zwei Tagen sind wir wohl wieder in Las Choapas gelandet, der kleinen unbedarften Stadt im Südosten von Veracruz... Hier laufen ne Menge Rainbow-Menschen rum zwischen faszinierten, verstörten oder besoffenen Mexicanern die einem "Amigo, Amigo" und unverständlich besoffene Worte ins Ohr nuscheln und einem die Hand schütteln wollen... Manchmal lustig, manchmal nur Nervig.
Hier schlägt irgendwie die Santa Diharrea um sich und ne Menge der Rainbows scheinen irgendeine seltsame Magen-Darm Infektion zu haben und langsam steigen alle auf Antibiotika um... Vielleicht wirkt's ja. Mich hat's noch ganz gut erwischt, aber vor allem die etwas kleineren, schwächeren unter uns sind langsam echt gebeutelt oder am Ende. Die Stimmung ist aber recht gut hier, würd ich mal sagen...
Achja, die letzten drei Wochen bin ich auf dem Rainbow gewesen, da oben in "El Desengaño", wo der schöne Rio Nanchital mit dem Poso Azul zusammenfliesst.
War schön da, obwohl irgendwie nicht so das krasse Familienfeeling zusammengekommen ist. Viel zu viele Menschen die sich nicht zugehört haben, weil sich sich entweder zu sehr zugekifft haben oder... Naja vielleicht doch nur zugekifft, oder nach einem schönen, der häufigen Regengüsse einen seltsamen Pilz vom Kuhfladen gepflückt haben.
Wer weiss, jedenfalls gab's wenig Leute, die viel gemacht haben, viele Leute die krank waren und ne Menge Leute die Suchtkrank waren... Oder so ähnlich... Ansonsten waren wir alle wohlauf und schön zerstochen und zerzeckt...
Julie und ich haben uns auch gut abgewechselt mit flachliegen .
Aber nun zu den schönen Seiten der Geschichte...
Am Dienstag vor drei Wochen ging es dann also los, rauf auf die Ladefläche vom Pick-Up und rein in die unwegsamen Erdpisten vom Hinterland in Veracruz. Brücken, Rinder, Rinder, Menschen, denen man zuwinkt, Brücke, Schlagloch... Sowieso immer nur Schlagloch... Drei Stunden später dann die Ankunft im Dunkeln. Trampelpfad... Achja da war ja noch der Typ in Las Choapas der gesagt hat man solle sich vor dem Schlamm in Acht nehmen! Welcher schlamm? Das doofe Weichei! Hier ist doch gar nichts! Nix von Schlamm... Zumindest nix wirklich schlimmes!
Denkste! Ein falscher schritt in der Niederung eines Baches und noch einer! Zack, zack, beider Füsse im Treibschlamm versunken... Zum Glück gehen sie wieder raus... Aber ohne Schuhe!
Also gut, keine Zeit,den Rucksack und die Monstergitarrentasche abzulegen, Hände in die Pampe und gebuddelt... Puh, juhuu! Zwei 3-Kilo Schlammklumpen gefunden und als meine Schuhe identifiziert!
Und das im Dunkeln...
Also gut, erstmal auf Socken weiter, dann doch wieder in Schlammschuhen, immer dabei in einer Damenhandtasche ein Karnickel "Bonita Cornejita", das unser Texanischer Rainbowbruder sich irgendwo in Oaxaca zugelegt hat.
Endlich sind wir wohl doch noch - und das vorm Abendessen - Welcome Home, angekommen, schlammig und fertig!
Erste nacht im Häuschen verbracht, mitbekommen wie ein total unterzuckerter Diabetiker heftige krämpfe bekommen hat, sich am nächsten Morgen aber nur um seine verlorene Pfeife gekümmert hat, die ihm angeblich während des Krampfes einer aus der Tasche geklaut haben soll. Jene wurde dann am Fluss gefunden, wo er selber sie verloren hatte...
Weiter, will mich nicht im Detail verlieren...
Die Tage waren meistens echt richtig warm, manchmal verregnet und die Wege waren mal mehr und mal weniger Matschig, aber meistens eher, vor allem bei Nacht, ein recht glibberiges Vergnügen. Der Fluss half, den Matsch wieder abzuwaschen, glücklicherweise machte er eine Schleife um das gesamte Gelände und mit Lust und Laune konnte man eine kleine Wildwasserschwimmtour machen. Sehr schön.
Alle erzählten von der Flut, die zwei Wochen vor uns gekommen ist, und wir dachten uns, zum Glück waren wir nicht da.
Es gab leckeres Quellwasser und super Essen, manchmal zu viele Bohnen.
Hin und wieder höheres Wasser, nach dem Regen und Pizza, Lasagne und selbstgemachte Schokolade, Schokososse und Schokoenergiebällchen.
Eines Morgens wurden wir von einem Erdbeben wachmassiert, was für ein Erlebnis in der Natur! Ohne bröckelnden Putz und ohne Panik in den Häusern... Alles still, nur die Erde bewegt sich halt...
Von Rainbow und L...

Eines schönen Mittags allerdings fing dann doch der Regen an, der bis zum nächsten Morgen dauern sollte... Zum glück war unsere Plane dicht und wir konnten gemütlich darunter Platz nehmen und bei kerzenschein ausharren, manche Zelte sind allerdings nicht so verschont geblieben, und so sind viele Leute auch für diese Nacht obdachlos geworden... Meinen Rucksack hatte ich gottseidank schon einen Tag vorher entschimmelt, so konnte der auch trocken unterm Dach bleiben...
Morgens hörte dann der Regen auf und ich schaute mich um, auf dem Gelände, was so passiert ist, der Fluss ist nämlich Plötzlich in den Djungel unterhalb unter unserer Behausung gekommen... Gute 10 Meter näher als sonst!

Also mal los zum Rohan's Tempel, der etwas unterhalb des Plateau-Niveaus, aber immer noch gute 4 Meter über dem normalen Wasserspiegel an der äussersten Biegung des Flusses ist, an der Stelle wo gegenüber Felswände dem Fluss den Weg versperren und der blaue, kleinere Djungelfluss den braunen Rio Nanchital sich treffen.
Und siehe da, der Zugang war bereits überschwemmt und man musste den Hintereingang benutzen um hineinzukommen. (fotos kommen noch) Das wasser war schon bis zu 50cm an die schöne Terasse von Rohan's Domizil herangekommen, dieser und viele andere sassen derweil singend und Chai trinkend ums Feuer und freuten sich über die überraschten Gesichter, die sich wunderten, dass 4 Meter Hochwasser und eine drohende Überflutung hier keinen aus der Ruhe bringt!
Im Laufe des Morgens kam dann tatsächlich das Wasser noch bis zu einer Hand breit an den Fussboden von Rohans Platz heran und so konnte man den Tag über wunderschön Flusswasser schöpfen, ohne aufzustehen und Teller waschen...
Danach gab's dann wieder Sonne und das Wasser verabschiedete sich wieder! Alles gut und wunderbar wundervoll.
Die Rückfahrt ging dann mit einem Boot vonstatten und nach einer überquerung einer kaputten Brücke, die dann gerade wieder fertiggestellt wurde sind wir endlich, erschöpft aber glücklich, wieder in der Stadt angekommen!