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13. Oktober 2008

Goodbye, Goodbye...

Nun ist wohl auch mein letzter Abend in den USA am vorbeiziehen...
Ich sitze auf einer Couch in Santa Cruz, bei lieben Freunden zu Hause. Hier ist es noch Spätsommerlich warm und man kann an den Strand, was wir heute auch getan haben, zum Sonnenuntergang...
Vor zwei Tagen lagen wir noch fröstelnd in unserem Auto und konnten den Raureif an der Fensterscheibe beobachten... Aber so schnell verändert sich das Klima hier, je nachdem wohin man fährt.
Den schönen Süden Oregons und die netten Menschen dort haben wir bereits hinter uns gelassen und nun ist diese Zeit auch nur noch eine schöne Erinnerung und das dazugehörige Gefühl...
In 36 Stunden wieder in Deutschland zu sein, fühlt sich gerade seltsam an, doch wenn alles klappt wird es wohl so sein...
Es ist erstaunlich, wie viel hier auf dieser Reise passiert ist und manche Dinge werden wir wohl erst in ein paar Monaten wirklich begreifen können...
Jedenfalls kommt unsere Rückreise irgendwie zu früh, Monate zu früh, Wochen zu früh, andererseits jedoch keinen Moment zu spät, zu früh für den Geldbeutel (wann man das mal sagen kann... dafür muss man wohl zu dieser Zeit die richtigen Menschen in USA kennen), zu früh für unsere Meditations-Retreat-Pläne in Guatemala und die Reiselust. Genau richtig aber wohl für das Gefühl, den Winter und all die schönen Spielzeuge, die zu Hause auf einen warten und für das unstillbare Verlangen nach deutschem Brot und einem günstigen Essen wie dem Döner, wobei ich hier nun auch meine leckeren Nischen gefunden habe...
Vielleicht finde ich ja noch die Muße, etwas mehr zu schreiben, wenn ich zu Hause bin.
Bis gleich also wieder, allerseits!
Andreas

8. Juli 2008

Back to Civilisation

Nun bin ich also wieder zurück vom Nationalen Rainbow Gathering der USA wo sich gefühlte 15.000 Menschen aufgehalten haben, nicht so, wie in Europa die Hippieelite und Teilzeithippies, sondern auch ne Menge obdachlose Nomaden auf der Suche nach Essen. Vor allem bei der Ankuft haben wir eher Menschen getroffen, die sich Rainbownamen wie "Rotten" geben, nur noch einen halben Zahn im Mund haben und denen das Wort "Dusche" eher fremd ist. Auf dem Gelände selber haben wir dann viele Punkige Fleischküchen entdeckt und eher wenig von der schönen luftigen Stimmung der Rainbowgatherings in Europa mitbekommen... Doch mit der Zeit ist dann die Mehrheit doch eher zum Zwecke der Friedensfeier am 4. Juli gekommen anstatt für "Free Food" und "alotafun" mit Drogen und so...
Ich könnte an dieser Stelle einen ganzen Artikel über das Treffen schreiben, aber irgendwie bin ich dann doch zu faul.
Wir haben jedenfalls viele neue und alte Bekannte getroffen, kaum Ausländer... Das Essen war phänomenal und die Musik ebenfalls...
Es waren so viele helfende Hände am Werk, dass man selber fast das Gefühl hatte, gar nicht helfen zu müssen.
Die Cops haben auch schön mitgemischt und vielen Rainbows den Spaß verdorben - aber nicht uns - und jemand hat ein schönes Zitat hinterlassen, denn das Rainbow ist ja ein Zusammenkommen vieler (alternativer) Tribes - "und die Cops sind auch ein Tribe, ein sehr kranker", sicherlich in der Hinsicht, dass sie das Gefühl haben, dominieren zu müssen, wo eigentlich Harmonie herrschen sollte. Das haben sie dann auch gezeigt, als sie im Kiddie-Village mit Tasern und Pfefferspray-Gummigeschossen herumgeballert haben...
Nun geht's auf nach Yellowstone und Richtung Westen...
Wir haben schon einige Ideen.

6. Mai 2008

Adios, Guate!

Nun, die Zeit in Guatemala ist wohl vorrüber, fürs erste und wir brechen auf Richtung Mexico, Pazifikküste - Chiapas und Oaxaca.
Nach sooo vielen Chickenbusfahrten ist es doch schön, dass wir nun ein kleinen Wohnmobilchen unser eigen nennen können... 8-)

Aber zurück zum Resümee: Guatemala ist echt arm an materiellen Gütern, aber die Menschen, vor Allem im Hochland die Maya haben eine echt aktive Kultur erhalten zwischen strengem Katholizismus, wunderschönen Trachten und einem echt langsamen Leben.
Von den zwei Monaten Guatemala waren wir 5 Wochen am Lago de Atitlan, dem wunderschönen See inmitten eines Vulkankraters - soo viele Menschen wiedergetroffen und kennen gelernt, eine Menge Geld für kunstvolle Stoffe und Gimmick ausgegeben, Mangos, Bananen, Pizza, hier gemachte Schokolade,Avocados, Granola und Ananas waren unsere Hauptnahrungsquelle... Achja, irgendjemand ist hier auf die Idee gekommen wahnsinnig leckere Brownies zu backen...
Massagen, Meditation und Yoga gab's zu lernen, nebenbei die alltägliche Lethargie der Guatemalteken und die andererseits soo beschäftigten und verrückten Chauffeure unserer Chickenbusse und Motorboote, die einen meistens abziehen wollen aufgesaugt.
Was bleibt da noch zu sagen?
Naja, kommste heut nicht, kommste morgen... So wie's in Guatemala aussieht. Nach meiner letzten fahrt von Antigua nach San Marcos dachte ich dann auch an eine baldige Abreise und weitere Abenteuer in Ländern, wo die Verhältnisse etwas geordneter sind, der Strassenrand nicht voller Müll und die Busfahrer nicht die Ampeln und obligatorischen Stopps (wegen Bauarbeiten) zum überholen nutzen müssen um sich zu beweisen, dass sie die wahren Michael Schumachers sind und der grösste Geldschein darüberhinaus weniger als 10€ wert ist und das Bezahlen damit schon manchmal Wechselgeldprobleme mit sich bringt...
Nun, San Marcos war wohl doch mein zu Hause für ein Weilchen und doch auch ein bisschen Wehmütig ging es dann am Dienstagabend ab zu den heissen Quellen, um die erste Nacht im Wohnwagen unter sternklarem Himmel im Dschungel zu verbringen...