20. Mai 2008

Oaxaca, Teotihuacan... Und danke für den Fisch

Liebe Grüsse aus der wunderschönen Stadt San Miguel de Allende, wo wir gerade gestrandet sind... Parkplatzsuchend mitten im Historischen Zentrum... Zum Glück war gerade ein Polizist da, der uns gesagt hat, wir können da stehen bleiben, bis wir neues Benzin haben... Na das lässt sich doch prima mit einem Stadtbummel verbinden :-)
Also gut, nun wo waren wir inzwischen??? Ach ja, Oaxaca war schön, mit Markt und schick und so, dann hatten wir einen laangen Weg bis ins Verkehrschaos der (äussersten) Mexico-City Highways und Aussenviertel, bis die Müdigkeit und ein riesen Tope (diese gemeinen arschhohen Geschwindigkeitsbegrenzhügel) mitsamt zerbrochenem Geschirr uns dazu gezwungen haben, eine Pause einzulegen, wo wir dann einen Wendekreis zum Halten genommen haben, der sich als Vorgarten einer netten Familie mit Kindern und vielen Tieren erwiesen hat.
Irgendwann war dann das Eis gebrochen und wir wurden von den Kindern ins Herz geschlossen und von den Eltern zum Abendessen eingeladen - Fisch, Kaktusblätter (ohne Stacheln) und Butterpopcorn...
Supersache und soooo nette Menschen, das wir eigentlich fast noch einen Tag hätten da bleiben müssen... Aber Nogales, Real de Cuatorce und (für mich) noch einmal Teotihuacán rufen und so heisst es nach einer Nacht mit Vollmondfeuer am Feuerplatz der Familie "Hasta Luego!", mit Einladung zum Nächsten mal und einer Stofftierkatze als Weggefährten für Julie und von ihrer neuen Freundin Brenda, der ältesten Tochter der Familie...

17. Mai 2008

Hierve el agua?? Steht wohl hinterm Kleiderschrank!

Hallo Blog,
nach einem abenteuerlichen Weg der uns Morgens von einem (1) Meter über dem Meeresspiegel auf zum Sonnenuntergang 2800 Meter gebracht hat sind wir gestern mit blitzeblank reparierter Lichtmaschine in die Hochebene von Oaxaca hineingefahren. Dank unserer Reisebibel, haben wir einen Platz ausgemacht, den wir besuchen wollten: Hierve el Agua was so viel heisst wie "Kochendes Wasser". Zwischendurch noch einen schicken Markt ausgemacht und uns mit exotischen Früchten und gewürzen ausgestattet, machten wir uns also auf den Weg... Irgendwann halt runter von der geteerten Strasse, in gefährlichen Serpentinen den Berg hoch, um dann nach einer Stunde gefühltem hoch Fahren auf der anderen Seite einen nicht besseren Weg runterzukullern... Super! Da ist es nun, das "Pammukale von Oaxaca"; Mineralquellen, die in Kaskaden und Wasserfällen heiss den Berg runterströmen...
So muss es ungefähr vor 500 Jahren gewesen sein, als die ersten Spanier hierher kamen und dem Ort den Namen gaben.

Für uns gab's ein halbwegs menschenbelebtes, Stück "Staatspark", wo umzäunt einige Blubberblasen aus der Erde sprudeln, das Wasser im Umkreis von einem Meter aber alles andere als kocht... Nicht zu Reden vom Pool, den man nun eher als Kneipp-Becken betrachten kann, da ist jedes Schwimmbad wärmer - und auch die sonnenbeschienene Regenwassertonne die vor den sanitären Anlagen steht...
Duschen gab's auch keine, um sich zu waschen... Aber der zur Hilfe gekommene Regen hat zum Glück die Leute verscheucht, dann konnten wir uns wenigstens mit dem (und dem warmen Wasser aus der Regentonne) ein bisschen wärmer Duschen...

14. Mai 2008

Letzte Grüsse vom Strand!

Hallo Ihr alle,
nun sitze ich hier im Internetcafe von Mazunte und schreibe diese Zeilen, während da draussen bald die Sonne untergeht und ich doch noch den Sonnenuntergang vom südlichsten Punkt Oaxacas beobachten will...
Wie auch immer, wir haben nun seit einer Woche das Glück mit einem Auto unterwegs zu sein und seit knapp 4 Tagen das Glück, damit auch nach Mexiko hineinfahren zu können. Die Zollbehörden hatten ein nachsehen mit uns und nun haben wir für 10 Jahre das Recht, dieses Auto einzuführen... Bis jetzt haben wir uns von Traumstrand zu Traumstrand bewegt, unsere Autobatterie währenddessen von all der Korrision befreit (die wollte nämlich das Auto einfach nicht mehr starten), bzw. befreien lassen und von dem netten Mexikaner der uns geholfen hat gleich noch eine Kiste voll mit Kokusnüssen geschenkt bekommen, zum Glück hat Thilo uns seine Machete überlassen. Die war aber wohl so stumpf, dass wir 1x Machete schärfen lassen gleich mit dazu bekommen haben.
Nun, ungefähr 3 oder 4 Militärkontrollen auf der Strasse pro Tag machen das vorankommen langsam, und dann muss man die auch immer noch darum bitten NICHT mit Schuhen in unser Haus zu gehen, was sie aber auch bis jetzt brav befolgen.
Nun gehts bald wieder hoch ins Hochland...
Bis dahin!
Andreas

8. Mai 2008

Mexiko wir kommen... Aber bitte langsam!

Hallo Blog!
Nun sind wir seit etwas mehr als 24 Stunden in Mexico gelandet. Nach einem Ritt von ca. 1600Meter auf Meeresspiegel sind wir dann doch ganz schön ins Schwitzen gekommen... Haben noch einen Haufen Bananen auf dem Weg eingesteckt und zahlreiche Grenzkontrollen, Fahrzeugexport, Menschenexport(also uns), Fumigracion (jaja, die gefährliche Vogelgrippe schon wieder), Menschenimport (also uns)... Stopp! die Stange Bananen und die Ananas und die Kochbananen und die Mango, die dürfen aber nicht mit... Habt ihr die alle gerade erst gekauft... Oh so ein Mist, naja, die bösen Viren und keime sind in der Schale drin, also, bitte alle Bananen schälen... Wie gut! Wir haben ja einen Kühlschrank, da stecken wir die Bananen einfach rein dann; und Danke, dass wir dann doch das meiste mitnehmen dürfen! Aber die Schalen der Früchte bitte hermetisch in Tüten versiegeln, ja? Alles klar! Und gute Fahrt!
Weiter gehts... Nun, bis zum grossen Stau... Unfall, nein! Na klar, wir sind ja in Mexico... Militärkontrolle! Hereinspaziert in unser Häuschen, der Herr Gefreite... Naja, das sind aber dicke schwarze Schuhe, die da in unserem Stübchen sind... Einmal alle Schränke aufgemacht, die Kräuterküche und die kleinen Hackysacks kontrolliert- schon spannend so ein Gringomobil... Und weiter gehts, Tapachula, nette und südlichste Stadt in Mexico... Aber heiss! Dampfbad wie der Lonely Planet zu sagen Pflegt... Und nix wie weiter! Ach ja, da war ja noch was... Abenteuer, oder bevor's ins Abenteuer geht: Nach Tapachula kommt doch der Posten, wo wir unsere Importplakette für's Auto bekommen sollen... Wie gut, dass wir in Guatemala mit Thilo die Papiere gecheckt haben und extra nochmal zum Notar gegangen sind... Nun, das reicht den Behörden in Mexico natürlich nicht...
Wie? Keine Einreise mit diesem Auto möglich???Nein! Die Papiere sind nicht komplett! Na gut, also warten und Papierkram in Ordnung bringen... Was natuerlich nicht von jetzt auf gleich geht...
Na, das reicht an Dialog, nun stecken wir halt hier fest, die einzige Strasse aus der Stadt heraus, zu den Weiten Mexicos geht ist fuer uns mit unserem Waegelchen bis auf weiteres verschlossen.
Aber wir lassen uns nicht klein kriegen, hier gibts ja schliesslich auch alles was wir wollen... Wasserfaelle, Strand, Empañadas und lecker Saefte!

Bis zum naechsten Mal!
Aus Tapachuga, Chiapas!
Andreas

6. Mai 2008

Adios, Guate!

Nun, die Zeit in Guatemala ist wohl vorrüber, fürs erste und wir brechen auf Richtung Mexico, Pazifikküste - Chiapas und Oaxaca.
Nach sooo vielen Chickenbusfahrten ist es doch schön, dass wir nun ein kleinen Wohnmobilchen unser eigen nennen können... 8-)

Aber zurück zum Resümee: Guatemala ist echt arm an materiellen Gütern, aber die Menschen, vor Allem im Hochland die Maya haben eine echt aktive Kultur erhalten zwischen strengem Katholizismus, wunderschönen Trachten und einem echt langsamen Leben.
Von den zwei Monaten Guatemala waren wir 5 Wochen am Lago de Atitlan, dem wunderschönen See inmitten eines Vulkankraters - soo viele Menschen wiedergetroffen und kennen gelernt, eine Menge Geld für kunstvolle Stoffe und Gimmick ausgegeben, Mangos, Bananen, Pizza, hier gemachte Schokolade,Avocados, Granola und Ananas waren unsere Hauptnahrungsquelle... Achja, irgendjemand ist hier auf die Idee gekommen wahnsinnig leckere Brownies zu backen...
Massagen, Meditation und Yoga gab's zu lernen, nebenbei die alltägliche Lethargie der Guatemalteken und die andererseits soo beschäftigten und verrückten Chauffeure unserer Chickenbusse und Motorboote, die einen meistens abziehen wollen aufgesaugt.
Was bleibt da noch zu sagen?
Naja, kommste heut nicht, kommste morgen... So wie's in Guatemala aussieht. Nach meiner letzten fahrt von Antigua nach San Marcos dachte ich dann auch an eine baldige Abreise und weitere Abenteuer in Ländern, wo die Verhältnisse etwas geordneter sind, der Strassenrand nicht voller Müll und die Busfahrer nicht die Ampeln und obligatorischen Stopps (wegen Bauarbeiten) zum überholen nutzen müssen um sich zu beweisen, dass sie die wahren Michael Schumachers sind und der grösste Geldschein darüberhinaus weniger als 10€ wert ist und das Bezahlen damit schon manchmal Wechselgeldprobleme mit sich bringt...
Nun, San Marcos war wohl doch mein zu Hause für ein Weilchen und doch auch ein bisschen Wehmütig ging es dann am Dienstagabend ab zu den heissen Quellen, um die erste Nacht im Wohnwagen unter sternklarem Himmel im Dschungel zu verbringen...

3. Mai 2008

Pacaya, vamos a la playa...

Hallo Blog,
nun, dass Antigua schön ist hab ich ja schon geschrieben glaub ich... Aber es ist auch teuer, zumindest in den entsprechenden Ecken. Heute waren wir auf dem recht gross ausgefellenen Markt, haben Kerzen, Erdbeeren und andere Leckereien, zum Beispiel Hibiskusblüten gekauft. War schön...
Noch Eindrucksvoller war allerdings der Vulkan "Pacaya", der 1 1/2 Stunden von hier entfernt ist.

Erstmal 3km Aufstieg, dann steht man auf einer grasigen Plattform mit einer enormen Aussicht auf ein riesiges Feld voller schwarzer, krustiger Erde - erstarrte Lava, als ob das das Ende sei... Mondlandschaft... Irgendwo in der Mitte sieht man's glühen auf einem kleinen Hügel, also nix wie weiter, abstieg ins Lavafeld. Der Boden ist warm und rauh und wenn man pech hat bricht man ein. Aber Julie und ich haben ja zum Glück Stöcke von den einheimischen Kindern gekauft, die uns als letzte Rettung dienen, falls wir doch mal fallen sollten. Der Boden ist warm, manchmal heiss.
Näher und näher kommen wir dem Lavafeld, hier aus drei bis vier Strömen besteht, 50cm bis 2 Meter breit. Heisser Wind peitscht uns entgegen, als ständen wir nur 1 Meter von einem dicken Osterfeuer entfernt.
Kinder und manch ein/e Erwachsene/r kriegt Panik ob der heissen Luft, vielleicht auch, weil der Boden so brüchig ist, und sie das nette Angebot der einheimischen Kinder und deren Stöcke als unnützes und überflüssiges Geldmachen abgelehnt haben... Denkste, hier ist so ein Stock Gold wert, noch mehr, wenn man sich Marshmallows mitgebracht hat, wie einige unserer Tourkollegen, die sich prompt Lavageröstete Zucker-Milchsüssigkeiten herstellen. Schon klasse.
Ein anderer Tourführer leiht sich meinen Stock, um ihn in die Lava zu stecken; Stichflamme... Hier braucht mein Zentimeterdicker Stock keine Sekunde um in Flammen aufzugehen... Gottseidank ist noch etwas dran, und die glühende Lava klebt wie Stockbrot an meiner Gehstütze. Heiss und glühend genug, um sich eine Zigarette anzuzünden, wie der Guide dann, nachdem er die Aufmerksamkeit aller um sich provoziert hat uns dann zeigen würde.
Schon toll, was man hier so erleben kann, wenn man sowas nur vom Fernsehen her kennt.. Die Wärme und der Wind sind einem gar nicht so klar, aber es ist tatsächlich richtig heiss - Danke für die guten Schuhe, Mütter!
Doch schon wollte unser Kameltreiber, resp. Tourführer, dass wir uns wieder auf den Rückweg machten, na klar, es war ja schon fast Dunkel... Nix wie runtergerannt, zurück in den Bus und nach Hause. Bin ja auch ganz schön Müde gewesen, wahrscheinlich mehr als die Menschen, die auf Pferden hochgeritten sind, obwohl eine Wanderung wahrscheinlich echt gut für diese gewesen wäre...

1. Mai 2008

Good bye San Marcos

Hallo liebes Blog,
vorerst haben wir nun unsere Wahlheimat San Marcos La Laguna verlassen um einen 2-3 Tagestrip zu unternehmen, in das UNESCO-Weltkulturerbe Antigua Guatemala... Hier gibt's noch mehr traditionelle Sachen zu Kaufen, als am Lago Atitlan, wo es jedoch viel mehr traditionelle Menschen gibt... Die Frauen laufen hier alle plötzlich wieder in Jeans rum, anstatt in ihren schicken Trachten und irgendwie ist hier alles wieder doppelt so Stylisch wie am See... Die Leute sind schneller als wir zwei meditierenden und so... Ich zumindest bin recht geflasht von alldem und sowieso freue ich mich wieder auf den See und unsere uns bevorstehende Weiterreise; eins steht schonmal fest: Ihr braucht Euch noch nicht auf meine Rückkehr freuen :-)

21. April 2008

6 Wochen am See

Hallo Welt...
bin mal wieder am schreiben, bis gestern war Schweigen angesagt... War ja in den Pyramiden meditieren, Yoga machen und lernen... Nun ist wieder Vollmond vorbei und wir sind raus aus der Pyramidenhütte... Bleiben noch ein bis zwei Wochen hier, um unsere Weiterreise vorzubereiten (mehr wird dazu noch nicht gesagt).
Die vier Wochen hier waren sehr schoen, viele nette Menschen von überallher... Vor allem aus Canada und den Staaten...

Derweil lässt es sich hier gut leben, es sind wieder neue alte Bekannte angekommen, vom Rainbow und wir leben nun wieder im Hostal, das uns am Anfang aufgenommen hat. Ich werde mich dazu veranlassen müssen hier ein bisschen Papierkram zu machen, meinen Shiatzu-Kurs zu beenden und weiter zu singen, Gitarre zu spielen und das Leben geniessen... Hoffe doch, ich schaffe es weiterhin so früh aufzustehen und Yoga zu machen, Kolibris zu sehen, dicke, reife, saftige Mangos für umgerechnet 20ct mit lecker 90ct Ananas und frische Erdbeeren zu essen...

Achja, mein Fotoalbum vom Lago Atitlan wächst und wächst!
Checkt das aus!
Bis zum Nächsten!
Euer Andreas

2. April 2008

Wir müssen aus unsrem Haus raus!

Nun gut, morgen gehts dann wohl raus aus unserer schönen WG... Die Gitarre von Chris, mein Handtuch und Amandas Wecker sind schonmal vorgelaufen... Fragt sich bloss wohin... Hoffnung auf wiedersehen besteht wohl nicht...
Alles andere ist aber noch da, komisch, aber man weiss ja nicht was die drei Dinger so zusammen vorhaben...

Jedenfalls unser Untervermieter hat stress gemacht und sagt wir müssen in einem Tag raus sein und das ist dann doch etwas kurzfristig... Muss wohl gehen, weil morgen der Besitzer vom Haus kommt...
Egal... Julie und ich ziehen in die Pyramiden und meditieren und lernen noch etwas Metaphysik dabei, oder Yoga... Shiazu läuft auch gut, wir pieksen uns jetzt immer mit unseren Daumen unter unsere Schulterblätter und wackeln unsere Hüften gegenseitig... Währenddessen haben wir hier ne tolle Zeit mit Trommeln, Märkten und anderen lustigen Sachen... Schaut mal, was wir so alles fotografiert haben... Da kommt bestimmt noch mehr!
Ich lasse mir derweil noch etwas Schoki oder lecker Avocado-(RICHTIGE-)Tomaten-Jalapeño-Sandwiches schmecken... Nicht zu vergessen das lecker selbstgemachte Eis oder die Brownies dies hier an jeder Ecke gibt...
Auf bald, und schreibt mal wieder... Mein Postfach ist so leer :-(

28. März 2008

San Marcos update!

So... Mittlerweile sind schon bald drei Wochen am Lago de Atitlan vorüber und der Ort meiner Residenz ist San Marcos la Laguna. Hier wohnen wir zur Zeit in einer netten netten WG mit drei Australiern, einer Frau aus den Staaten und einem Kanadier... Nach 5 Tagen haben wir dann doch endlich unsere wahnsinnigen Schilfmatten bekommen und müssen jetzt erstmal nicht mehr auf ner Plastikplane und zwei Decken schlafen... Hier gibts morgens entweder Bananenbrei mit Granola (Müsli) oder Avocadobrot... Manchmal auch leckerlies wie Macatella (Macadamia-Nutella), oder super Schokolade... Hundert prozent minus ein Anteil an Erdnuss oder anderer netten Sachen...
Chris macht derweil immer schöne Kakao-Blissballs und es gab auch schon ne fetzig-chillige Fete in unserem Haus. Nun, neben auf schicken Felsen schokoladeessend sitzen kann man hier in San Marcos dann auch noch meditieren, Yoga oder Massagen nehmen und lernen...
So werden wir dann ab morgen einen 10 Tägigen Shiazu-Kurs mitmachen, und als wenn das nicht schon genug wäre habe ich mich auch noch entschlossen einen Monat lang einen Meditations, Yoga und Metaphysikkurs mitzumachen in einer Neuzeitlichen New-Age artigen Pyramidenanlage...
Echt mal ganz gut, ein bisschen meditieren üben und morgens um sieben zum Yoga...
Da fühl ich mich auch gleich nicht mehr ganz sooo sinnlos hier, wie noch vor zehn Tagen im Sauf-, Drogen-, und Party und blos-nicht-mit-locals-in-kontakt-kommen! Touristenüberlaufenen San Pedro... Auch hier am See...
Nun, wie gesagt, hier geht gerade schön die Ruhe finden, interessante Seminare, Massagen und supernette Menschen...
Achja, ein bisschen Islam-Tradition ist hier ins Christentum von San Marcos über gegangen... Wenn sich dreimal am Tag in drei verschiedenen Kirchen die Immame, oh verzeihung, die Priester oder Sängerinnen per Lautsprecher melden und "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen" ihre Botschaften verbreiten!
Aber auch nicht mehr sooo schlimm, aber immerhin Kurios und laut und irgendwie lustig.
Fotos kommen, wenn die Internetverbindung schneller ist!
Bis gleich, Andreas

20. März 2008

7 Tage am Lago de Atitlan

Nun, endlich wieder ein Eintrag, 10 Tage nach dem alten aus Quetzaltenango... Nun sind wir in San Marcos la Laguna am schönen Lago de Atitlan mitten im guatemaltekischen Hochland. Umgeben von Vulkanen erholen wir uns hier nun den 3. Tag von San Pedro La Laguna, welches uns 3 oder 4 mal so gross wie dieser Ort einige Kilometer entfernt an der gegenüberliegenden Seite des Sees anlacht. Hier in dem riesigen Esoterik-Garten mit indigenem Einfluss lässt sich der 5 Tägige stress von San Pedro gut vergessen. San Pedro, etwas dreckiger und mit nicht ganz so schönem Panorama ausgestattet wie dieser superspirituelle Eso-Europäer Aussenposten hier bietete uns dagegen jedoch Kulinarische Genüsse wie Kässpätzle, Israeli-Food bis zum Abwinken, lecker Schoko- und Bananenbrot, eine Menge verrückte Gringos und ein paar Stunden Kater sowie das Erdulden der After-Hour in unserem Hostal... Trippy's Home Hostel... Ein schöner Platz eigentlich, mit vielen Feierwütigen und diversen Händlern (Trommel- Decken- ZauberPilze... kamen frei Haus).
Aber eigentlich war's doch ganz angenehm, vor allem dann doch, als am ersten Abend gleich Felix, ein bekannter vom Rainbow, und selbsternannter "King Felix la Laguna" in unsere Arme lief und uns dann mal gleich mit dem abgefahrensten Club bekannt machte, der dann auch gleich schön Party mit lecker Ska-Musik auf Lager hatte...
Sankt Patricks Tag war dann auch noch am Montag und alle Amis liefen verrückt durch die gegend und wollten Iren sein; bei uns gab's Pasta-Party und in "Bhudda's"-Bar gabs Irische Party... Verrückt und komisch, aber aber aber ich soll nicht umsonst dorthin gegangen sein, denn so durfte ich noch eine weitere mir bekannte Reisende aus meiner Heimat begrüssen; Hier lief ich Hanna, der Schwester von Moritz in die Arme, die seit einiger Zeit auch in der Gegend ist.
Super Begegnung, nur leider bin ich am Tag darauf nach San Marcos abgefahren... Aber immerhin, hab mich doch nochmal riesig gefreut.

10. März 2008

Vom Bankendebakel zu den Schwefelquellen

Nachdem gestern Abend "the best Hardcore Band from Northern Guatemala" zu Gast bei unserem US-Amerikanischen Nachbarn war und wir demnach nicht schlafen konnten sind wir heute doch noch relativ früh aus dem Bett gekommen, eigentlich um nach Zunil zu fahren, dort wo die heissen Schwefelbäder sind (Fuentes Gregorianas)... Nun, der Trip zur Bank hatte sich am Vortag schon als leicht problematisch erwiesen, denn die Sparkassenkarten wurden nicht akzeptiert... Also heut nochmal los und super mit Kreditkarte Geld bekommen...
Denkste... 4000Quetztales waren zu viel für den Automaten und am nächsten Automaten wurde dann meine Karte geschluckt... Mist auch... Zurück zu Julie, das mit Essen kaufen wurde wohl nichts... Nochmal zum Automaten und noch ein paar Noteuros eingesteckt... Zweite Kreditkarte probiert... 3x falscher PIN gesperrt... Noch eine Stunde rumirren und rumfragen und wir wussten wo und wie man Euros tauscht... Zum Glück, der Tag war gerettet, nun konnten wir endlich in den vollvollvollvollvollgestopften Chickenbus nach Zunil, kurz zum Markt... Achja, zwischendurch wurden wir noch von vier Schülerinnen gefragt, ob sie Fotos mit sich von uns machen dürfen.... Klar, wenn Ihr auch einmal auf den Knopf bei unserer Kamera drückt...


Vorbei an wunderschön bunten und meistens nicht so dicklichen (wie in Mexico) traditionell gekleideten Frauen... Wunderschön, wunderschön...
Dann auf den Markt, Reis, Soya und Früchte kaufen und mit den Maya-Marktfrauen plaudern und Spässchen machen; Julie war denen nur 20$ wert... So gemein, aber ich wollte sie ja sowieso nicht verkaufen;
Die Menschen sind hier soo interessiert an uns und fragen superviel und super unvoreingenommen (ausser dass sie uns ständig für Amerikaner halten).
Achja, die Schwefelbäder hatten wir ganz für uns allein, was superangenehm war... Riesige Badewanne, mit nimmerkälter werdendem Wasser... Nun sitz ich hier, hab meine Karte wieder, bin Müde und muss was essen...
Schreibe bald wieder :-)

8. März 2008

Guatemala... Bienvenidos!

Sooo... Nach einer wahnsinnigen Combo von, Van (100km), Van (60km), Taxi (4km), Taxi-Dreirad (2km), Chicken-Bus (150km) und Chicken-Stadtbus (2km) sind wir vorgestern Abend in Huehuetenango, Guatemala angekommen!

Etwas dreckiger, ärmer und auf den ersten Blick chaotischer läuft es hier ab, dafür ist's billiger und aber auch gemütlicher, wenn man von der Realität des öffentlichen Verkehrs absieht. Die Busse heizen unheimlich schnell durch die Gegend und in den letzten zwei Monaten sind 12 Busfahrer ums Leben gekommen... Leider nicht durch ihre Fahrweise sondern getötet von der Mafia, wegen nicht erfolgter Schutzgeldzahlungen. Nun gut, das habe ich aus dem Lokal-Nightlife-Blättchen aus Xel-Ha a.k.a Queztaltenango, wo ich jetzt bin... Eine Stadt in der es mer Spanisch-Schulen und Trekkingagenturen als... Sagen wir mal Supermärkte gibt... Schöne Stadt, vor allem wenn man voll krass den Gringostyle lebt... Ich habe schon bald zu Viel davon, aber heut abend ist Reggaeparty und man kann lecker Essen wie Babaganuj, Indische Küche und sonstige kulinarische besonderheiten geniessen, aber auch lokalen Kaffee, frische Cashjew-Äpfel, Sternfrüchte und Sachen, von denen ich noch nicht mal den Namen kenne... Achja, und die Grün-Schwarzen tortillas sind nicht schimmelig, sondern aus schwarzem Mais ;-)

5. März 2008

Eine Woche in San Cristobal

Nun bin ich schon eine Woche hier auf 2300meter, da wo die Luft schön ist und man sich gut unterhalten kann... Ich lerne mit Juli Spanisch, höre mir alle 10 minuten einen Ohrenbetäubenden Lärm an, so wie wenn man sein Ohr direkt an eine Schulklingel halten würde; das ist der fahrende Gasflaschenhändler! Hart im Nehmen sind die Leute hier. Alle 20 Minuten dann hört man Alexandro, unseren italienischen Herbergsvater lamentieren in nicht zu leiser italienischer Manier... Ansonsten ist alles super hier, wir können selber Kochen: Kochbananen, Sandwiches, Pasta, Suppe, Guacamole oder Pfannkuchen... Schweizer, Deutsche und Italiener versuchen sich hier präsenzmässig zu überbieten, wobei Spanisch die Hauptkommunikation hier darstellt.


Es gibt lecker Schoki und Kakao hier und plötzlich trifft man mal wieder alte Bekannte irgendwo in den Strassen. Wir waren im Museum für Maya-Medizin und haben gelernt, wie man Kerzen zu Heilzwecken verwendet und dass die Kirche neben Gotteshaus auch Krankenhaus, bzw. Schamanenpraxis ist. Es ist abends erfrischend kalt und wenn die Sonne scheint ist die ganz schön heftig.
Mal schaun, morgen geht's weiter nach Guatemala...

2. März 2008

Was soll das bedeuten?

Eines Abends in einer Bar, während eines kleinen aber extrafeinen Latino-Ska-Konzerts musste ich doch mal auf die Toilette und was mir da begegnete konnte ich doch nun wirklich nicht deuten! Könnt Ihr's?