14. Juni 2008

Update aus dem Mormonenland...

Hallo Welt!
Nun sind wir auch Mormonen! Naja zumindest könnte man das meinen wenn man auf unser Nummernschild schaut, das hat nämlich nun ein schickes UTAH-Kennzeichen mit dem unglaublich schönen Delicate-Arch drauf...

Hä, Delicate Arch?? Ja das ist ein Sandsteinbogen, der mitten auf einem Berg draufsteht, der in
der Nähe von Moab im Arches National Park beheimatet ist, mit rund 2000 anderen Bögen von Größen zwischen 1m und 100m in der Spannweite.
Echt gigantisch teilweise, und irgendwie waren wir am Anfang doch nicht so geschockt, weil wir ja so viele Naturwunder in den letzten sieben Tagen erlebt haben... Nun wie auch immer, als wir dann zum Sonnenuntergang die empfohlene Route zum sogenannten Delicate Arch hochgewandert sind, einen steilen Felsweg entlang bis zur Ecke, die uns den ersten Blick auf dieses großartige Naturwunder gewährte, mussten wir dann doch erstmal vor Ehrfurcht einhalten...

Dieser Bogen hat es tatsächlich fertiggebracht sich an die schönstmögliche Stelle der Welt zu platzieren. Er wird von der Sonne wohl morgens und abends durchschienen und auch vom Mond. Alles drumherum ist Sandstein und so angelegt (von der Natur), dass auf der Westseite (perfekt zum Sonnenuntergang am Bogen beobachten) eine Art Amphitheater ist und die Ostseite den Schneebedeckten Lasal-Mountains die Aussicht gewährt. Steht man unter dem Bogen, sieht es für die Zuschauer aus, als würde man direkt am Abgrund stehen... Alles einfach nur gigantisch, und unbeschreiblich, weder in Worten noch in Bildern... Hier sind aber trotzdem welche :-)
Achja, Moab ist unbedingt als Ort, an dem man es aushalten kann zu empfehlen und während die ganze Welt hungert, gibt es hier die Pizza, die in den Restaurants nicht verkauft wurde für umsonst abends um sechs am Touristenzentrum für umsonst.
Es gibt einen coolen Rotary-Park mit gigantischen Schlaginstrumenten (Xylophon, Glockenspiel und Trommeln) und wir wurden einfach super hier aufgenommen in der 5.000 Seelen-Stadt, die die Größte im Südwesten Utahs ist.

11. Juni 2008

Schluchtenländer...

Gestern waren wir im Canyonlands National Park, im südwestlichen Utah. Dieser Park war eigentlich gar nicht in unseren ausgeklügelten Plan einbezogen, doch nachdem die Tankanzeige in den dramatischen Bereich gekommen war und wir beim Natural Bridges National Monument (ach ja, da waren wir ja auch noch!) - die zweitgrößten natürlichen Sandsteinbrücken der Welt (die Größte ist auch nur 50 Meilen Luftlinie entfernt), siehe Fotos - also jedenfalls sind wir weit entfernt von jeder Tankstelle gewesen sind und mussten deswegen erstmal 80 Kilometer in die komplett entgegengesetzte Richtung fahren. Da haben wir uns doch entschlossen gleich weiter in dieser Richtung zu bleiben und vorerst den Lake Powell gegen Moab einzutauschen, auch wenn das Wort mit W am Anfang auf "ÜSTE" und nicht auf "ASSER" endet. Aber vorher haben wir dann doch noch das Schild "Canyonlands National Park" gelesen und da dachten wir uns: Fah'ma doch ma' hin!
Gesagt, getan, an der Kreuzung noch den Uwe eingesackt, der ist trampenderweise hier unterwegs und mit dem konnten wir uns dann gleich den Zeltplatz teilen, was dann die Übernachtung doch wieder etwas billiger macht, denn umsonst Campen ist in Nationalparks nicht erlaubt.
Hier gab es dann ein Cowboylager zu sehen, unter einem riesigen Stein mit eigener Quelle und einen schönen Sonnenuntergang.
Canyonlands' Rangers stehen total auf Bodenforschung und deswegen soll man hier auch nicht vom Weg abkommen, weil hier der Wüstensand von einer "Kryptobiotischen Kruste", einer lebendigen Mischung aus Bakterien, Algen, Mikropilzen und anderen Mikrosonstwie zusammengehalten wird. Diese Kruste ist hochempfindlich und verträgt keine Wanderer.
Solche sind wir allerdings dann gewesen, als wir uns auf einen 18km langen Trip durch die echt abgefahrene Landschaft voller lustiger Steine, lustiger Lizards und niedlicher Kaninchen gemacht haben, vorbei an Pinguinsteinen, Balancierenden Steinen, schulterbreiten Schluchten, Bäumen und so weiter... Irgendwie kam uns das vor wie als hätten wir sonstwas für Drogen genommen, aber wir waren clean (wie immer) und hatten Unmengen an Wasser dabei und Beweisfotos haben wir auch gemacht; es war ja auch unglaublich schön hier...

Neue Fotos!

Hallo Leute,
mein Fotoalbum ist um bestimmt 60 neue Fotos aus Nordmexiko und Arizona angeschwollen...
Checkt das doch mal aus!



9. Juni 2008

Der Große Canyon und die Vier Ecken

...oder von der Wüste in den Wald in die Wüste und zurück...
melde ich mich heute aus Utah, einem fast leerem Stück Land mit Unmengen Nationalparks, -monumenten und sonstigen trippigen Naturwundern, campend in Mitten von Rot-Roter Erde.

Gestern waren wir also beim Grand Canyon. Ganz schön groß, Tatsache... Wir hatten sogar ein bisschen Zeit runter zu wandern, allerdings nicht bis zum Boden, dafür braucht man einen ganzen Tag - für den Hinweg. Das muss man auch vorher anmelden und wenn man ganz viel Glück hat darf man gleich am nächsten Tag runter, oder man muss ein bis zwei Monate warten. Hier am Rim-Trail treffen dann auch Weltreisende auf Wochenendausflügler und posende Polen, die wohl mit einem Koffer Geld gerade aus Las Vegas eingeflogen zu kommen scheinen... Irgendwie auch ein Volltreffer an einem Samstag im Sommer dorthin gefahren zu sein, aber man ist ja auch nicht so oft in der Gegend.
Die Zeit hat dann noch gereicht, knappe 40km den Canyon entlang zu fahren, um dann am "Desert View Point" den Sonnenuntergang doch noch verpasst zu haben... Als ob 40 Kilometer so lang wären, bei knappen 450km offizieller Gesamtlänge, einer Breite von bis zu 26km und einer Tiefe von bis zu 1.400 Metern. Nun gut, genug erzählt von dem tollen Ding.
Weiter ging's am nächsten Morgen nach Four Corners, einem riesigen Stück Land, was zum größten Teil der Navajo Nation angehört. Wir haben aber aufgrund unserer groß angelegten Reiseplanung nur eine kleine spontane Route entlang des Monument Valleys eingeschlagen, mit Stopp zwischendurch auf dem Parkplatz zweier großer Fast-Food-Ketten, die uns auf dem Parkplatz mit Internet versorgen konnten. Hier war also die Frage nicht: "BigMäck" oder "DoppelWopper", sondern eher, welches sogenannte Restaurant die bessere Verbindung in die Welt hat....
Ach ja, Monument Valley ist einfach erstaunlich und riesig gewesen, genauso wie die Landschaft drumherum: Weit, weit und nochmals weit. Sehr wenige Bäume und wenn, dann nicht so hohe, dass man noch gut von einer Felswand zur nächsten schauen kann und sich nur über die sich abwechselnden Bodenfarben (rot, gelb, orange, lila) und Pflanzenfarben (alle grün- und gelbtöne, ach ja mit weiß dabei) wundern kann.
Fotos bringen die Farben leider nur vage zur Geltung, aber bringen trotzdem wenigstens einen kleinen Eindruck dieser Landschaft.
Morgen gehts dann weiter, ein bisschen am Lake Powell entspannen und vorher noch ein paar natürliche Brücken bestaunen, die hier so einfach mal in einen ausnahmsweise Weißfarbigen Canyon gespült wurden...

8. Juni 2008

Endlich wieder Wald!

Mittlerweile sind wir aus Tucson und damit dem südlichen Arizona rausgefahren, war ja auch ganz schön heiß da... So um die 100°C äh 100°F, also 37°C oder mehr... Kakteen, wir haben jetzt einen National- Park, Monument und Erholungspass, der uns freien Eintritt in die ganzen schönen Naturgebiete verschaffen soll... Ein Bisschen Struggle mit dem Auto und dem Papierkram... Aber ansonsten ist alles echt gechillt. Wir waren im Saguaro National Park, einem, naja fast schon Kaktuswald, die sehen ja wirklich aus wie Menschen, aber viel größer, als ich mir vorgestellt hab... Bis zu 30 Meter werden die hoch. Abends haben wir dann im National Forest, der eher wohl eine Nationale Wüste ist übernachtet und wurden doch gleich von einem Ami zugequatscht, der meinte er sei die Erlösung für uns... Dabei ist doch jeder seine eigene Erlösung, oder? Nun gut, er hat uns eingeladen zu seinem krassen Monster-Wohnwagen zu kommen - irgendwie hat hier jeder mindestens 1 Haus, 1 Jetski (pro Familienmitglied), 1 ATV (diese 4-rädigen Wüsten und Crossroadbuggies), natürlich auch pro Familienmitglied, eine Yacht, 1 Pick-Up Truck, der das Wohnmobil zieht, und ein Auto was im Schlepptau an den Wohnwagen gehängt ist, damit man nicht immer mit dem Fetten Auto durch die Gegend fahren muss (blinkt dann beim blinken im angehängten Zustand immer brav mit). Ausserdem 1000 und eine Fastfoodkette an jeder Kreuzung und Materiellen überfluss in gigantischsten Ausmaßen... Oder ist das nur der Kulturschock nach 5 Monaten Gatemala und Mexiko?
Ach ja, wo war ich denn stehen geblieben?
Genau... Den guten, aber besoffenen Menschen haben wir dann doch lieber allein mit seinem Monster-RV gelassen und sind dann auch am nächsten Tag woanders Campen gewesen.
Nun, wie gesagt... Tucson ist hinter uns, ebenso Phoenix, nun kommt morgen der GRAND CANYON! Das Lieblingskind für Naturgigantomanie-Marketing der Vereinigten Staaten...

2. Juni 2008

Welcome to Arizona!

Hallo Welt!
Schoene Gruesse aus Tucson, Arizona...
Nach ungefaehr 5.000km quer durch Mexico haben wir es geschafft, die dicke Mauer zu passieren und befinden uns nun inmitten von Kakteen und sauberen, oder besser geleckten Strassen in einer kleinen Amerikanischen Metropole... Die letzten drei Tage haben wir damit verbracht, klar zu kommen auf das, was uns hier passiert ist, haben eine Raw-Food Kochschule mit fettestem (nicht fettigstem) und kreativstem Essen gefunden (www.treeoflife.nu), die wollten uns schon fast nicht mehr gehen lassen, echt freundlich die Menschen und hier Englisch zu sprechen ist auch etwas anderes als drueben in Mexiko...
Nun, aber wie kamen wir hierher, obwohl doch das US-Konsulat in Nogales - der einzige Ort, wo wir nicht 4 Wochen auf ein Interview warten mussten - gesagt hat sie koennen uns kein Visum ausstellen, mit der Randnotitz, dass eigentlich visumfreies Einreisen fuer Deutsche nur per Flugzeug oder Kreuzfahrt moeglich ist???
Da waren wir schon echt enttaeuscht, wurden jedoch kurzerhand vom Sekretaer ermutigt, einfach mal zur Grenze zu gehen und zu schaun, was moeglich ist... Nun gut, also nix wie hin, wir haben ja auch nix zu verlieren... Enttaeuscht und sauer fahren wir los, also mal schaun, was so moeglich ist... Stehen am Grenzposten, die schauen uns nur an (sind das die Mexikaner oder die Amerikaner?), winken uns weiter, ach ja, kleben uns noch einen Zettel auf die Scheibe... Bitte in Reihe 3 fahren! Nun gehts bestimmt los, dachten wir uns... Warten also in Reihe drei. Da kommt auch schon der Herr vom Zoll, Habt Ihr Obst dabei? Natuerlich nicht... Wir sind uebrigens Auslaender! ...Darf ich mal bei Euch reinschaun? Selbstverstaendlich! (Schaut sich im Kuehlschrank um) ...Habt Ihr Kartoffeln dabei?... Nein. ...Thank you very much! Rueckwaerts ausparken und weiterfahren!
Nun sind wir also da, schneller als erwartet und vieel unkomplizierter als gedacht...
Bald geht's also weiter richtung Norden... Aber bis dahin noch etwas unter den Armleuchterkakteen bei einem Italian-Cream-Soda mit GrannySmith Sirup ausruhen :-)

28. Mai 2008

Der Rest vom Mexiko

Hallo Blog,
nachdem wir das Real de Catorce nach nur einem Tag wieder verlassen hatten sind wir weitergefahren nach Sombrerete und dem damit verbundenen Nationalpark "Sierra de Organos", was soviel heisst, wie Orgelpfeiffenberge... Der Name war Programm und so wars auch recht schoen, in dem "Externsteine in gigantisch" Nationalpark herumzulaufen... Ach ja, wer Billy the Kid gesehen hat wird die Landschaft kennen... Fast waeren wir noch 'ne Nacht mehr geblieben, aber das Gas in unserm Wagen hat schlapp gemacht und so mussten wir doch am naechsten Tag wieder weiterfahren... Diesmal in richtung Barranca del Cobre, die Kupferschlucht. Eine riesige Schlucht inmitten von - uns ploetzlich ganz ungewohnten Nadelwaeldern... Teilweise 2000 Meter Unterschied von der Talsohle bis in die Spitzen der Huegel... Und inmitten dieser Schlucht lebt - neben Roadrunner-Voegeln - das Volk der Tarahumara oder Raramuri - "Die, die schnell rennen koennen". Die Rennenden leben hier teils noch in Hoehlen und sind dafuer bekannt, das Wild so lange zu Hetzen, bis es nicht mehr kann, damit sie es dann eine Schlucht heruntertreiben koennen, wo es dann auf vorher platzierten Pfosten aufgespiesst wird...
Echt wunderschoen hier, aber auch hier geht's schnell weiter ueber Berge und Berge und Berge bis hin zur noerdlichen Grenze des Staates Sonora.

22. Mai 2008

Zum Königreich der vierzehn

Nun, nachdem unser Autochen wieder Sprit, Lichtmaschine, Lampen, Spannungsregulator und feste Schrauben, einen kleinen Kabelbrand und neu verdichtete Fenster hat, sind wir nach recht komplikationsloser und wunderschöner Fahrt im Real de Catorce (Übersetzung s.o.) gelandet. Einer Stadt mit vielleicht 4.000 Einwohnern von ehemals 40.000. Wir mussten einen einspurigen 2,5km langen Tunnel durchfahren und sind dann angekommen in einer bezaubernden Stadt auf 2.700m Höhe.


Achja, wir haben auf dem Weg 'ne Menge Kakteen, Wüsten und tote Hunde gesehen und... Wir sind nicht mehr im tropischen Wendekreis... Die Tage werden Länger und wir brauchen wieder Decken zum schlafen... Was aber auch an der Höhe dieses unendlich weiten Hochlandes liegt...

20. Mai 2008

Oaxaca, Teotihuacan... Und danke für den Fisch

Liebe Grüsse aus der wunderschönen Stadt San Miguel de Allende, wo wir gerade gestrandet sind... Parkplatzsuchend mitten im Historischen Zentrum... Zum Glück war gerade ein Polizist da, der uns gesagt hat, wir können da stehen bleiben, bis wir neues Benzin haben... Na das lässt sich doch prima mit einem Stadtbummel verbinden :-)
Also gut, nun wo waren wir inzwischen??? Ach ja, Oaxaca war schön, mit Markt und schick und so, dann hatten wir einen laangen Weg bis ins Verkehrschaos der (äussersten) Mexico-City Highways und Aussenviertel, bis die Müdigkeit und ein riesen Tope (diese gemeinen arschhohen Geschwindigkeitsbegrenzhügel) mitsamt zerbrochenem Geschirr uns dazu gezwungen haben, eine Pause einzulegen, wo wir dann einen Wendekreis zum Halten genommen haben, der sich als Vorgarten einer netten Familie mit Kindern und vielen Tieren erwiesen hat.
Irgendwann war dann das Eis gebrochen und wir wurden von den Kindern ins Herz geschlossen und von den Eltern zum Abendessen eingeladen - Fisch, Kaktusblätter (ohne Stacheln) und Butterpopcorn...
Supersache und soooo nette Menschen, das wir eigentlich fast noch einen Tag hätten da bleiben müssen... Aber Nogales, Real de Cuatorce und (für mich) noch einmal Teotihuacán rufen und so heisst es nach einer Nacht mit Vollmondfeuer am Feuerplatz der Familie "Hasta Luego!", mit Einladung zum Nächsten mal und einer Stofftierkatze als Weggefährten für Julie und von ihrer neuen Freundin Brenda, der ältesten Tochter der Familie...

17. Mai 2008

Hierve el agua?? Steht wohl hinterm Kleiderschrank!

Hallo Blog,
nach einem abenteuerlichen Weg der uns Morgens von einem (1) Meter über dem Meeresspiegel auf zum Sonnenuntergang 2800 Meter gebracht hat sind wir gestern mit blitzeblank reparierter Lichtmaschine in die Hochebene von Oaxaca hineingefahren. Dank unserer Reisebibel, haben wir einen Platz ausgemacht, den wir besuchen wollten: Hierve el Agua was so viel heisst wie "Kochendes Wasser". Zwischendurch noch einen schicken Markt ausgemacht und uns mit exotischen Früchten und gewürzen ausgestattet, machten wir uns also auf den Weg... Irgendwann halt runter von der geteerten Strasse, in gefährlichen Serpentinen den Berg hoch, um dann nach einer Stunde gefühltem hoch Fahren auf der anderen Seite einen nicht besseren Weg runterzukullern... Super! Da ist es nun, das "Pammukale von Oaxaca"; Mineralquellen, die in Kaskaden und Wasserfällen heiss den Berg runterströmen...
So muss es ungefähr vor 500 Jahren gewesen sein, als die ersten Spanier hierher kamen und dem Ort den Namen gaben.

Für uns gab's ein halbwegs menschenbelebtes, Stück "Staatspark", wo umzäunt einige Blubberblasen aus der Erde sprudeln, das Wasser im Umkreis von einem Meter aber alles andere als kocht... Nicht zu Reden vom Pool, den man nun eher als Kneipp-Becken betrachten kann, da ist jedes Schwimmbad wärmer - und auch die sonnenbeschienene Regenwassertonne die vor den sanitären Anlagen steht...
Duschen gab's auch keine, um sich zu waschen... Aber der zur Hilfe gekommene Regen hat zum Glück die Leute verscheucht, dann konnten wir uns wenigstens mit dem (und dem warmen Wasser aus der Regentonne) ein bisschen wärmer Duschen...

14. Mai 2008

Letzte Grüsse vom Strand!

Hallo Ihr alle,
nun sitze ich hier im Internetcafe von Mazunte und schreibe diese Zeilen, während da draussen bald die Sonne untergeht und ich doch noch den Sonnenuntergang vom südlichsten Punkt Oaxacas beobachten will...
Wie auch immer, wir haben nun seit einer Woche das Glück mit einem Auto unterwegs zu sein und seit knapp 4 Tagen das Glück, damit auch nach Mexiko hineinfahren zu können. Die Zollbehörden hatten ein nachsehen mit uns und nun haben wir für 10 Jahre das Recht, dieses Auto einzuführen... Bis jetzt haben wir uns von Traumstrand zu Traumstrand bewegt, unsere Autobatterie währenddessen von all der Korrision befreit (die wollte nämlich das Auto einfach nicht mehr starten), bzw. befreien lassen und von dem netten Mexikaner der uns geholfen hat gleich noch eine Kiste voll mit Kokusnüssen geschenkt bekommen, zum Glück hat Thilo uns seine Machete überlassen. Die war aber wohl so stumpf, dass wir 1x Machete schärfen lassen gleich mit dazu bekommen haben.
Nun, ungefähr 3 oder 4 Militärkontrollen auf der Strasse pro Tag machen das vorankommen langsam, und dann muss man die auch immer noch darum bitten NICHT mit Schuhen in unser Haus zu gehen, was sie aber auch bis jetzt brav befolgen.
Nun gehts bald wieder hoch ins Hochland...
Bis dahin!
Andreas

8. Mai 2008

Mexiko wir kommen... Aber bitte langsam!

Hallo Blog!
Nun sind wir seit etwas mehr als 24 Stunden in Mexico gelandet. Nach einem Ritt von ca. 1600Meter auf Meeresspiegel sind wir dann doch ganz schön ins Schwitzen gekommen... Haben noch einen Haufen Bananen auf dem Weg eingesteckt und zahlreiche Grenzkontrollen, Fahrzeugexport, Menschenexport(also uns), Fumigracion (jaja, die gefährliche Vogelgrippe schon wieder), Menschenimport (also uns)... Stopp! die Stange Bananen und die Ananas und die Kochbananen und die Mango, die dürfen aber nicht mit... Habt ihr die alle gerade erst gekauft... Oh so ein Mist, naja, die bösen Viren und keime sind in der Schale drin, also, bitte alle Bananen schälen... Wie gut! Wir haben ja einen Kühlschrank, da stecken wir die Bananen einfach rein dann; und Danke, dass wir dann doch das meiste mitnehmen dürfen! Aber die Schalen der Früchte bitte hermetisch in Tüten versiegeln, ja? Alles klar! Und gute Fahrt!
Weiter gehts... Nun, bis zum grossen Stau... Unfall, nein! Na klar, wir sind ja in Mexico... Militärkontrolle! Hereinspaziert in unser Häuschen, der Herr Gefreite... Naja, das sind aber dicke schwarze Schuhe, die da in unserem Stübchen sind... Einmal alle Schränke aufgemacht, die Kräuterküche und die kleinen Hackysacks kontrolliert- schon spannend so ein Gringomobil... Und weiter gehts, Tapachula, nette und südlichste Stadt in Mexico... Aber heiss! Dampfbad wie der Lonely Planet zu sagen Pflegt... Und nix wie weiter! Ach ja, da war ja noch was... Abenteuer, oder bevor's ins Abenteuer geht: Nach Tapachula kommt doch der Posten, wo wir unsere Importplakette für's Auto bekommen sollen... Wie gut, dass wir in Guatemala mit Thilo die Papiere gecheckt haben und extra nochmal zum Notar gegangen sind... Nun, das reicht den Behörden in Mexico natürlich nicht...
Wie? Keine Einreise mit diesem Auto möglich???Nein! Die Papiere sind nicht komplett! Na gut, also warten und Papierkram in Ordnung bringen... Was natuerlich nicht von jetzt auf gleich geht...
Na, das reicht an Dialog, nun stecken wir halt hier fest, die einzige Strasse aus der Stadt heraus, zu den Weiten Mexicos geht ist fuer uns mit unserem Waegelchen bis auf weiteres verschlossen.
Aber wir lassen uns nicht klein kriegen, hier gibts ja schliesslich auch alles was wir wollen... Wasserfaelle, Strand, Empañadas und lecker Saefte!

Bis zum naechsten Mal!
Aus Tapachuga, Chiapas!
Andreas

6. Mai 2008

Adios, Guate!

Nun, die Zeit in Guatemala ist wohl vorrüber, fürs erste und wir brechen auf Richtung Mexico, Pazifikküste - Chiapas und Oaxaca.
Nach sooo vielen Chickenbusfahrten ist es doch schön, dass wir nun ein kleinen Wohnmobilchen unser eigen nennen können... 8-)

Aber zurück zum Resümee: Guatemala ist echt arm an materiellen Gütern, aber die Menschen, vor Allem im Hochland die Maya haben eine echt aktive Kultur erhalten zwischen strengem Katholizismus, wunderschönen Trachten und einem echt langsamen Leben.
Von den zwei Monaten Guatemala waren wir 5 Wochen am Lago de Atitlan, dem wunderschönen See inmitten eines Vulkankraters - soo viele Menschen wiedergetroffen und kennen gelernt, eine Menge Geld für kunstvolle Stoffe und Gimmick ausgegeben, Mangos, Bananen, Pizza, hier gemachte Schokolade,Avocados, Granola und Ananas waren unsere Hauptnahrungsquelle... Achja, irgendjemand ist hier auf die Idee gekommen wahnsinnig leckere Brownies zu backen...
Massagen, Meditation und Yoga gab's zu lernen, nebenbei die alltägliche Lethargie der Guatemalteken und die andererseits soo beschäftigten und verrückten Chauffeure unserer Chickenbusse und Motorboote, die einen meistens abziehen wollen aufgesaugt.
Was bleibt da noch zu sagen?
Naja, kommste heut nicht, kommste morgen... So wie's in Guatemala aussieht. Nach meiner letzten fahrt von Antigua nach San Marcos dachte ich dann auch an eine baldige Abreise und weitere Abenteuer in Ländern, wo die Verhältnisse etwas geordneter sind, der Strassenrand nicht voller Müll und die Busfahrer nicht die Ampeln und obligatorischen Stopps (wegen Bauarbeiten) zum überholen nutzen müssen um sich zu beweisen, dass sie die wahren Michael Schumachers sind und der grösste Geldschein darüberhinaus weniger als 10€ wert ist und das Bezahlen damit schon manchmal Wechselgeldprobleme mit sich bringt...
Nun, San Marcos war wohl doch mein zu Hause für ein Weilchen und doch auch ein bisschen Wehmütig ging es dann am Dienstagabend ab zu den heissen Quellen, um die erste Nacht im Wohnwagen unter sternklarem Himmel im Dschungel zu verbringen...

3. Mai 2008

Pacaya, vamos a la playa...

Hallo Blog,
nun, dass Antigua schön ist hab ich ja schon geschrieben glaub ich... Aber es ist auch teuer, zumindest in den entsprechenden Ecken. Heute waren wir auf dem recht gross ausgefellenen Markt, haben Kerzen, Erdbeeren und andere Leckereien, zum Beispiel Hibiskusblüten gekauft. War schön...
Noch Eindrucksvoller war allerdings der Vulkan "Pacaya", der 1 1/2 Stunden von hier entfernt ist.

Erstmal 3km Aufstieg, dann steht man auf einer grasigen Plattform mit einer enormen Aussicht auf ein riesiges Feld voller schwarzer, krustiger Erde - erstarrte Lava, als ob das das Ende sei... Mondlandschaft... Irgendwo in der Mitte sieht man's glühen auf einem kleinen Hügel, also nix wie weiter, abstieg ins Lavafeld. Der Boden ist warm und rauh und wenn man pech hat bricht man ein. Aber Julie und ich haben ja zum Glück Stöcke von den einheimischen Kindern gekauft, die uns als letzte Rettung dienen, falls wir doch mal fallen sollten. Der Boden ist warm, manchmal heiss.
Näher und näher kommen wir dem Lavafeld, hier aus drei bis vier Strömen besteht, 50cm bis 2 Meter breit. Heisser Wind peitscht uns entgegen, als ständen wir nur 1 Meter von einem dicken Osterfeuer entfernt.
Kinder und manch ein/e Erwachsene/r kriegt Panik ob der heissen Luft, vielleicht auch, weil der Boden so brüchig ist, und sie das nette Angebot der einheimischen Kinder und deren Stöcke als unnützes und überflüssiges Geldmachen abgelehnt haben... Denkste, hier ist so ein Stock Gold wert, noch mehr, wenn man sich Marshmallows mitgebracht hat, wie einige unserer Tourkollegen, die sich prompt Lavageröstete Zucker-Milchsüssigkeiten herstellen. Schon klasse.
Ein anderer Tourführer leiht sich meinen Stock, um ihn in die Lava zu stecken; Stichflamme... Hier braucht mein Zentimeterdicker Stock keine Sekunde um in Flammen aufzugehen... Gottseidank ist noch etwas dran, und die glühende Lava klebt wie Stockbrot an meiner Gehstütze. Heiss und glühend genug, um sich eine Zigarette anzuzünden, wie der Guide dann, nachdem er die Aufmerksamkeit aller um sich provoziert hat uns dann zeigen würde.
Schon toll, was man hier so erleben kann, wenn man sowas nur vom Fernsehen her kennt.. Die Wärme und der Wind sind einem gar nicht so klar, aber es ist tatsächlich richtig heiss - Danke für die guten Schuhe, Mütter!
Doch schon wollte unser Kameltreiber, resp. Tourführer, dass wir uns wieder auf den Rückweg machten, na klar, es war ja schon fast Dunkel... Nix wie runtergerannt, zurück in den Bus und nach Hause. Bin ja auch ganz schön Müde gewesen, wahrscheinlich mehr als die Menschen, die auf Pferden hochgeritten sind, obwohl eine Wanderung wahrscheinlich echt gut für diese gewesen wäre...

1. Mai 2008

Good bye San Marcos

Hallo liebes Blog,
vorerst haben wir nun unsere Wahlheimat San Marcos La Laguna verlassen um einen 2-3 Tagestrip zu unternehmen, in das UNESCO-Weltkulturerbe Antigua Guatemala... Hier gibt's noch mehr traditionelle Sachen zu Kaufen, als am Lago Atitlan, wo es jedoch viel mehr traditionelle Menschen gibt... Die Frauen laufen hier alle plötzlich wieder in Jeans rum, anstatt in ihren schicken Trachten und irgendwie ist hier alles wieder doppelt so Stylisch wie am See... Die Leute sind schneller als wir zwei meditierenden und so... Ich zumindest bin recht geflasht von alldem und sowieso freue ich mich wieder auf den See und unsere uns bevorstehende Weiterreise; eins steht schonmal fest: Ihr braucht Euch noch nicht auf meine Rückkehr freuen :-)